„Bergstation“ Hilden feiert Fertigstellung mit Sommerfest

Hilden : „Bergstation“ feiert Fertigstellung

An der Bahnhofsallee haben sich 18 Betriebe mit 120 Mitarbeitern angesiedelt.

Die freien Flächen in Hilden sind knapp. Neben Wohnraum braucht es auch Platz für Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung. Deshalb hat die städtische GkA Grundstücksgesellschaft Hilden mbH 2004 das ehemalige Güterbahnhofgelände gekauft. In den Folgejahren hat die GkA das neue „Gewerbeband Bahnhofsallee“ erschlossen, Altlasten saniert und die Grundstücke nach und nach verkauft. 2018 gab es dafür den Bodenschutzpreis NRW. Das Gewerbeband Bahnhofsallee in Hilden zeige die vorbildliche Reaktivierung eines ehemaligen Bahngeländes in schwieriger Lage, urteilte die Jury.  Trotz der unmittelbaren Nachbarschaft dieser Brachfläche an eine aktiv genutzte Güterbahntrasse und den damit verbundenen Lärmemissionen seien mit diesem Projekt neue Gewerbeflächen mit Arbeitsplätzen für die Kommune geschaffen worden. Die letzten Hausanschlüsse sind Anfang 2019 verlegt worden. Im April konnte die GkA in Abstimmung mit dem städtischen Tiefbau- und Grünflächenamt die letzte Asphaltdeckschicht aufbringen und die Bürgersteige anlegen. Damit ist das Gewerbeband jetzt vollständig ausgebaut.

Auf den 14.070 Quadratmetern haben sich 18 kleine und mittlere Unternehmen niedergelassen. Mindestens 120 Arbeitsplätze in den Bereichen Verband, Großhandel, Produktion und Handwerk sind so in Hilden entstanden. Beispielsweise ist der KFZ-Verband von Düsseldorf nach Hilden in einen dreigeschossigen Büro-Neubau gezogen. Ein Grund: die hervorragende Bahn-Anbindung. Der Verband vertritt die Interessen von rund 9500 Kfz-Betrieben mit rund 77.000 Beschäftigten. Darunter sind rund 15.000 Auszubildende. Im vergangenen Jahr erzielte das Kfz-Gewerbe in Nordrhein-Westfalen mit dem Verkauf neuer und gebrauchter Fahrzeuge sowie mit Wartung und Service in Kfz-Werkstätten einen Umsatz von 33,2 Milliarden Euro. „Ein absolutes Highlight ist die Bergstation am Ende der Bahnhofsallee“, schwärmt GkA-Geschäftsführer Christian Schwenger. Das Kletter- und Boulder-Zentrum hat 2017 eröffnet, war bereits Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Klettern. Es wurde 2018 vom Unternehmerkreis Mettmann zum „Start-up des Jahres“ gewählt. Fast zeitgleich mit den letzten Straßenarbeiten hat auch die Bergstation ihren Außenbereich inklusive Kletterwand fertig gestellt. „Das feiern wir am 31. August mit einem großen Sommerfest“, kündigt Justin Bohn, einer der beiden Geschäftsführer, an. An dem ersten Samstag nach den Sommerferien findet in der Kletterhalle die Westdeutsche Meisterschaft Speed statt. Außerdem sind Angebote für Kinder wie eine Hüpfburg und Kinderschminken geplant. Die Gäste können an einem Boulder-Wettkampf teilnehmen. „Eine gute Gelegenheit, um sich auch gleich das fertige Gewerbeband anzuschauen“, findet Christian Schwenger.

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