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„Bergstation“ für Gründerpreis nominiert

Hilden : „Bergstation“ für Gründerpreis nominiert

Marcel Buchmann und Justin Bohn haben 2017 das Kletter- und Boulder-Zentrum eröffnet. 2018 wurde es vom Unternehmerkreis Mettmann zum „Start-up des Jahres“ gewählt.

Den beiden Gründern ist eine beeindruckende Kletterhalle gelungen. 3100 Quadratmeter Kletterfläche, 550 Quadratmeter Außenwand, 17 Meter hohe Kletterwände (19 Meter hoch outdoor), 800 Quadratmeter Boulder-Area, bis zu 300 Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade. „So etwas gibt es in dieser Art in der gesamten Region nicht“, sind Marcel Buchmann und Justin Bohn überzeugt. Klettern in allen Schwierigkeitsgraden – für Familien, Firmengruppen, Anfänger und Profis – ermöglicht die Anlage. Die Bergstation bietet dazu ein breites Rahmenangebot von Gastronomie bis zu Seminarräumen und Physiotherapie an. Im Unternehmen (26 Mitarbeiter) wird „Soziales Engagement“ großgeschrieben, wobei Inklusion und Unterstützung von Schulen und sozialen Einrichtungen zum Konzept der Bergstation gehören. Außerdem unterstützt das Unternehmen als Kooperationspartner des Deutschen Alpenverein den Spitzensport und die Talentförderung.

Die beiden Geschäftsführer Marcel Buchmann und Justin Bohn legen viel Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, da ein Großteil der Mitarbeiter Kinder hat. Außerdem setzen sie sich für nachhaltige Technologien ein und nutzen unter anderem ein Solarkraftwerk auf dem Dach, ein Smart-Metering-Konzept und zu 100 Prozent Ökostrom.

Die Jury des Gründerpreis NRW 2019 hat aus rund 150 Bewerbungen zehn Gründerinnen und Gründer für die Auszeichnung nominiert. Mit dabei: die Bergstation Hilden. Vom Fliesenlegermeisterbetrieb über Entwickler eines „Flugsimulators für Chirurgen“ bis hin zum Sicherheitsspezialisten im Internet der Dinge: Die Nominierten überzeugten mit Innovationen, Mut und Engagement. Sie alle können nun auf ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 60.000 Euro hoffen. Welches Unternehmen sich für den ersten (30.000 Euro), zweiten (20.000 Euro) und dritten (10.000 Euro) Platz des Gründerpreises NRW 2019 durchgesetzt hat, wird bei der Preisverleihung am 18. November im K21 Ständehaus in Düsseldorf bekanntgegeben. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Die nominierten Unternehmen zeigen die Vielseitigkeit der Gründerlandschaft Nordrhein-Westfalens. Wir haben kreative Ideen und spannende Innovationen aus unterschiedlichen Branchen erhalten. Dieses unternehmerische Herzblut möchten wir mit dem Gründerpreis würdigen.“

Die Besucher der „Bergstation“ haben schon abgestimmt: 261 bewerten die Kletterhalle mit 4,9 von 5 Punkten. „Sehr große Halle mit etlichen Routen von leicht bis ganz schwer“, schreibt Robin bei Facebook: „Hier hat man alle Möglichkeiten sich auszutoben. Einfach Super!“ „Super Halle, tolle und interessant geschraubte Routen“, schreibt Belcassius: „Den Stil der Halle kenne ich bis jetzt sonst so nur aus dem Münchener Raum. Ein ebenfalls nettes Detail, alle Routen auch im Boulderbereich haben zusätzlich die französische Bewertung.“ „Auf Sicherheit wird großen Wert gelegt“, lobt Dennis: „Wenn man das erste Mal dort Klettern möchte, muss man seine Knoten und Sicherungskenntnisse unter Beweis stellen.“

Justin Bohn klettert seit mehr als zehn Jahren, sein Geschäftspartner Marcel Buchmann ebenfalls: „Wir haben uns über den Sport kennen gelernt.“ Die beiden hatten sich vor ihrer Gründung sehr genau in der Branche umgeschaut. „Bouldern – Klettern ohne Seil – ist aktuell die boomende Sportart“, glaubt Bohn. In Deutschland klettern etwa 500.000 Menschen, über zwei Millionen in Europa, berichtet der Deutsche Alpenverein, mit mehr als einer Million Mitglieder die größte nationale Bergsteigervereinigung der Welt. Klettern erfordert Kraft und Geschicklichkeit und trainiert den ganzen Körper. In der Halle ist es unabhängig von der Jahreszeit möglich.