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Hilden: Begabte Jugend bietet mitreißendes Konzert

Hilden : Begabte Jugend bietet mitreißendes Konzert

94 Teilnehmer der Deutschen SchülerAkademie in Hilden luden zum Abschluss zu einem Konzert in der Reformationskirche ein.

Auch in diesem Jahr haben junge Menschen in der Hildener SchülerAkademie ihre Talente entfaltet und vertieft. 94 Schüler wagten sich in die Welt der Wissenschaft. Motiviert und leistungsbereit widmeten sie sich aber auch dem Musischen. In ihrem Abschlusskonzert in der proppenvollen Reformationskirche zeigten sie, welch hohes Potenzial an Können und Begeisterungsfähigkeit in ihnen steckt. Eine Kostprobe gleich zum Auftakt — hell und majestätisch leuchteten die Bläserfanfaren in "Réjouissance" aus Händels Feuerwerksmusik auf. Und wie ein buntes Feuerwerk erfreute das Publikum an diesem Abend auch musikalische Vielfalt von Klassik bis Pop.

Erstaunlich, was die 14-23-jährigen in nur zwei Wochen mit ihrer Leiterin Veronika Bauer präzise einstudiert hatten. Souverän pendelnd zwischen Taktstock und Klavier führte die junge Dirigentin zwei Chöre, drei Orchester und Soli sicher über alle musikalischen Klippen. Vokalen Wohlklang präsentierte der junge Chor. Mit warmer Tonfülle und hellen jungen Stimmen erklangen Gospels, wie "Good News". Aus nicht minder gut geschulten Kehlen des Kammerchores schwebte mal das lyrische, bewegende "Vois sur ton chemin" und dann wieder so ein übermütiger Ohrwurm, wie "Lollipop".

Viel Klasse zeigte sich auch im instrumentalen Bereich. Nordische Impressionen mit der Peer Gynt Suite. Das Orchester entführte in eine Traumwelt zwischen Melancholie, Folklore und Klangmalerei. Barocke Perlen wie Vivaldis "Largo" und Allegro" verzauberten. Begleitet von Jessica Krüger am Klavier ließ Simon Tänzer sein Cello singen, voll, tief und sonor. Ein Abstecher ins Zeitgenössische bot mit dem rhythmisch reizvollen "Tangolino" das ganz vorzügliche Blockflöten-Duo. Wippen, und Fingerschnipsen war bei der BigBand angesagt. Die trumpfte auf mit fetzigen Titeln: "Mercy, Mercy, Mercy" oder das explosive "Eye oft the Tiger", mit tollen Bläser- und Schlagzeug-Einsätzen. Auch im zweiten Teil beeindruckte das junge Ensemble durch Musikalität, Spiellust und fantastische Soli. In "Carneval de Venise"-Variationen riss Jonathan Walter mit silbrigen Farben und purer Rasanz auf seiner Trompete die Zuhörer von den Kirchenbänken. Klatschgewitter begleiteten auch die nächsten Trios. Virtuos das Duo von Jessica Krüger an der Oboe und Sandra Warnecke am Fagott. In Couperins "Prélude" und "Allemande" konnte das Publikum in Harmonik und Melodien schwelgen. Bach darf in der Reformationskirche nicht fehlen. Zwei Sätze gab es aus seiner Trio g-Moll-Sonate. Im kunstvollen Stimmengeflecht von Oboe, Violine und Cello war es das Sahnehäubchen des Konzerts. Am Schluss strahlten das gemeinsam gesungene "Amazing Grace" und das sehr zufriedene Publikum.

www.rp-online.de/hilden

(nea)