Baustelle Kirchhofstraße sorgt für Staus

Hilden : Autofahrer ignorieren Straßensperrung

Durch die Baustelle auf der Kirchhofstraße fällt eine Hauptverkehrsader der Stadt in Richtung Norden aus. Vor allem im Berufsverkehr staut es sich auf den Ausweichrouten. Einige genervte Autofahrer umfahren die Sperre einfach.

25 statt der gewohnten fünf Minuten brauchen Pendler im Berufsverkehr aktuell, um von der Stadtgrenze zu Langenfeld in Richtung Hildener Innenstadt zu fahren. Grund ist die Baustelle an der Kirchhofstraße. Wobei dort noch nicht gebuddelt, sondern zunächst nur einmal die Baustelle eingerichtet wird. Gesperrt ist die Straße aber schon seit Montag, was in sozialen Medien für Unmut sorgt und bei genervten Autofahrern zu Übersprungsreaktionen führt.

Der morgendliche Weg zur Arbeit in Hilden ist zu den Stoßzeiten mit dem Auto ohnehin kein Spaß, mit dem Wegfall der Hauptverkehrsader Kirchhofstraße in nördlicher Richtung aber wird er zur Geduldsprobe. „Die vorhandenen Regenwasserkanäle entsprechen baulich und hydraulisch nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen, sodass sie erneuert werden müssen. Durch die Maßnahme wird die schadlose Beseitigung des anfallenden Regenwassers sichergestellt“, erklärte die Stadt. Für die Bauarbeiten muss die Straße aufgerissen werden.

Die ausgeschilderte Umleitung um die Baustelle herum führt unter anderem über die Richrather Straße. Dort staut sich der Verkehr morgens um 8 Uhr bis in Höhe Aldi. Wer über die St.-Konrad-Allee abkürzt, steht spätestens am Lindenplatz wieder im Stau und gewinnt am Ende nichts. Erst hinter dem Fritz-Gressard-Platz löst sich der Stau wieder auf.

Wer die Baustraße als Umleitung nutzt, steht schon vor der Unterführung in Höhe Forstbachstraße im Stau. Autofahrer in Richtung Innenstadt müssen hinter dem Hildorado links auf die Walder Straße abbiegen – das schaffen immer nur eine Handvoll Autos pro Grünphase.

Ein Ende des Verkehrschaos’ ist vorerst nicht in Sicht: „Für die Dauer der Arbeiten in der Kirchhofstraße, etwa bis Weihnachten, bleibt es bei der Einbahnstraßenregelung, sodass Fahrzeuge für diesen Zeitraum einspurig in Richtung Süden an der Baustelle vorbei geführt werden“, teilte die Stadt weiter mit.

Trotzdem fahren einige Autos in die entgegengesetzte Richtung. Bei Ortsterminen am Donnerstag und Freitag waren es gleich mehrere Fahrer, die einfach an der Absperrung und dem „Einfahrt verboten“-Schild vorbei in Richtung Innenstadt gerast sind. Auswärtige, aber auch Fahrer mit ME-Kennzeichen. Die Polizei ist alarmiert: „Wir werden das natürlich im Auge behalten“, erklärte eine Polizeisprecherin. Wer erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen. „Das Befahren einer Einbahn­straße in falscher Rich­tung kostet 25 Euro“, so die Polizeisprecherin weiter.

Wie kommen Sie um die gespeerte Kirchhofstraße herum, ohne lange im Stau zu stehen? Wenn Sie Ihren Geheimtipp verraten möchten, schicken Sie eine Mail mit Ihrer Umleitungsempfehlung an hilden@rheinische-post.de.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Verkehrschaos zur Rushhour

Mehr von RP ONLINE