Haan Bauanfrage wird Dienstag gestellt

Haan · Die Projektbau Düsselthal will im Bereich Hasenhaus einen dreigruppigen Kindergarten errichten. Hans-Willi Berkenbusch reicht die Unterlagen bei der Stadt ein. Jugendhilfeausschuss wählt Einrichtungsträger aus.

 Der Bauplatz für den neuen Kindergarten im Gebiet Hasenhaus: Die Stadt geht davon aus, dass eine dreigruppige Einrichtung Plätze für 50 bis 55 Kinder bieten könnte.

Der Bauplatz für den neuen Kindergarten im Gebiet Hasenhaus: Die Stadt geht davon aus, dass eine dreigruppige Einrichtung Plätze für 50 bis 55 Kinder bieten könnte.

Foto: Olaf Staschik

Der geplante Bau eines Kindergartens im Gebiet Hasenhaus rückt näher. Heute will Hans-Willi Berkenbusch von der Projektbau Düsselthal, die die Kita bauen und an einen Träger vermieten will, eine Bauvoranfrage bei der Stadt einreichen. Das kündigte er gestern im Gespräch mit der RP an.

Ob der neue Kindergarten zum 1. August 2013 in Betrieb gehen kann, ließ Berkenbusch offen. "Ich mache keine Aussage über die Arbeitskapazitäten anderer", sagte der erfahrene Architekt. Derzeit herrsche in der Baubranche Hochkonjunktur. "Wir werden uns bemühen", erklärte Berkenbusch.

Wenn die Bauanfrage bei der Bauaufsicht vorliegt, dann sei das Amt gehalten, die Nachbarschaft zu beteiligen, hatte Amtsleiterin Ingrid Barenthien im Juni bei einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses erklärt. Die direkt vom Bau Betroffenen hätten einen Monat Zeit, sich zu äußern.

Anfang Juli hat der Investor eine Entwurfsplanung beim Landesjugendamt abgestimmt. Die Kölner Behörde bewertet die Entwürfe grundsätzlich positiv. Allerdings hätten einige Details umgeplant werden müssen, berichtet die Verwaltung in der gestern veröffentlichten Vorlage zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 6. September (17 Uhr, Rathaus).

Der Ausschuss soll entscheiden, wer Träger des neuen Kindergartens werden soll. Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt und der Kreisverband der Caritas wären bereit dazu. Die Awo betreibt in Haan drei Kindergärten mit 264 Plätzen, davon 51 für Kinder unter drei Jahren und 21 integrative. Die Caritas führt die Kita St. Nikolaus als Gruitener Familienzentrum.

Welche Gruppenstruktur die neue Einrichtung genau haben wird, steht noch nicht fest und werde bei der kommenden Jugendhilfeplanung abgestimmt und mit dem Träger festgelegt, heißt es in der Vorlage. Auf jeden Fall ist angestrebt, Betreuungsplätze für unter Dreijährige zu schaffen. Zudem werden auch Plätze für Kinder über drei Jahren entstehen. Durch diese Kapazität werde es wegen der bereits bestehenden Vollversorgung möglich, in anderen Einrichtungen vorhandene Ü3-Plätze für jüngere Kinder umzuwandeln, erläuterte Udo Thal, Leiter des Amtes für Soziales und Jugend.

Als vor 12 Jahren die Hasenhaus-Planung konzipiert wurde, gingendie Verantwortlichen im Rathaus davon aus, dass 21 Kindergartenplätze für das Wohngebiet ausreichen würden. "Damals gab es noch nicht den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz und auch noch keine U3-Betreuung", wies Hans-Willi Berkenbusch auf die völlig anderen Rahmenbedingungen bei Abschluss des städtebaulichen Vertrages hin.

(RP/rl)
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