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Hilden: Autorin steckt im Schreibfieber

Hilden : Autorin steckt im Schreibfieber

Gabriele Kox hat zwei Jahre nach ihrem Roman-Debut einen zweiten Krimi geschrieben. Nummer drei ist in Arbeit.

Ihr erstes Buch war noch eine ziemlich harte Geburt. Fünf Jahre lang hat sie daran gearbeitet, bis es schließlich 2016 unter dem Titel "Du lässt mich nicht im Regen stehen" erschienen ist. "Dieses Buch hat starke autobiographische Züge", erklärt Gabriele Kox, "ich habe mir alles von der Seele geschrieben." Womit die Hildenerin nicht gerechnet hatte, war, dass sie durch dieses erste Buch vom Autorenvirus infiziert werden würde. "Als ich das Buch veröffentlicht hatte, ging es mir gut", sagt die 57-Jährige, "und ich habe gemerkt, dass mir das Schreiben Spaß macht und habe direkt mit dem zweiten Buch angefangen."

Inspiriert wurde sie durch eine Mutter mit Kind, die sie auf der Straße getroffen hat. Die Mutter weinte und erzählte Gabriele Kox, dass ihre Ärztin ihr kein Methadon verschreiben wolle, sondern sie in die Suchtklinik solle. Es war das Wort "Suchtklinik", dass bei Gabriele Kox hängen geblieben ist und das sie auf die Idee brachte, Sucht zum Thema ihres neuen Buches zu machen. "Es ist ja ein Thema unserer Gesellschaft", sagt sie.

Also begann sie zu recherchieren, informierte sich über den Tagesablauf in einer Suchtklinik. "Damit es auch authentisch ist." Im Laufe ihrer Recherchearbeit begann sich jedoch ihr Konzept zu wandeln. "Ich dachte, es ist bestimmt interessanter, einen Krimi zu schreiben, der in einer Suchtklinik spielt." So wurde aus dem eigentlichen Thema der Schauplatz ihres neuen Buches, das nun bei BoD Norderstedt veröffentlicht wurde. Es trägt den vielsagenden Titel "Irrer Irrtum" und handelt von einer Polizistin, die ihre Freundin furchtbar zugerichtet auffindet. Kurz bevor die Freundin stirbt, flüstert sie der Polizistin noch einen Namen zu, der diese in eine Suchtklinik führt. Die Polizistin gibt daraufhin ihren Job auf, um den Mörder ihrer Freundin zu finden.

Natürlich hat Gabriele Kox so manchen irren Irrtum in ihre Handlungsstränge eingeflochten, so dass die Spannung immer wieder neu ansteigt. "Es ist nicht so einfach", gibt die Autorin zu, "man darf den Faden nicht verlieren." Die im "normalen" Leben schon seit vierzig Jahren als Sachbearbeiterin in einem Düsseldorfer Unternehmen tätige Frau sitzt in jeder freien Minute am Computer und schreibt. "Wenn ein Feiertag ist und ich werde um halb fünf wach, dann sitze ich um fünf am Rechner", verrät sie. "Und wenn ich einen Lauf habe, dann möchte ich auch nicht gestört werden."

Damit ihr nur keine guten Ideen verloren gehen, hat Gabriele Kox immer ein Diktiergerät dabei und natürlich einen Block und genug Kugelschreiber. "Manchmal reicht ein gutes Wort", weiß sie. Bei so viel kreativem Enthusiasmus wundert es nicht, dass Gabriele Kox bereits an ihrem dritten Buch schreibt. Und es wird wieder ein Krimi. Dieses Mal spielt die Geschichte in Düsseldorf und die Autorin hat auch bereits einiges an Recherchearbeit hinter sich. "Es spielt auf der Luxusmeile", verrät sie. "Ich weiß auch schon, wer der Mörder ist. Das Gerüst steht."

Doch bis zur Vollendung hat Gabriele Kox noch jede Menge Schreibarbeit vor sich. Wer erfahren möchte, wie die Polizistin Undercover in der Suchtklinik ermittelt, sollte das aktuelle Werk "Irrer Irrtum" von Gabriele Kox lesen. Es hat 236 Seiten und kostet 9,95 Euro. ISBN 978375283512

(sue)