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Hilden: Automatische Gentests

Hilden : Automatische Gentests

Etwa so groß wie zwei Kaffeevollautomaten ist die Maschine namens "Qiasymphony", die von Qiagen dafür entwickelt wurde, dass sie eigenständig zum Beispiel eine Blutprobe in ihre Bestandteile zerlegt, die DNA herausfiltert, auf einen Virus untersucht und den möglicherweise befallenen Teil der DNA dann so lange kopiert, bis das Virus sichtbar ist und eine Angabe über die Schwere des Befalls gemacht werden kann. "Blutbanken nutzen das Gerät, um Blutproben unter anderem auf HIV zu untersuchen", erklärt Alexander Vial, der bei Qiagen in der Anwendungsabteilung arbeitet. Die Maschine eigne sich aber auch, um Vergleichstests durchzuführen, wie dies für Vaterschaftstests oder Täteranalysen nötig sei.

Biologisches oder chemisches Wissen sei bei der Bedienung des Gerätes nicht nötig. "Außerdem geht es damit viel schneller als bei einer manuellen Probenaufarbeitung, und der Reinheitsstandard ist gleichbleibend hoch." Daher nutzten immer mehr Labors die Qiagen-Maschine. "Die Einsatzgebiete für klassische Laboranten verlagern sich dadurch."

Einige hundert Meter entfernt, im jüngsten Neubau an der Qiagen-Straße, werden die benötigten Flüssigkeiten für die chemischen Untersuchungen maschinell portioniert und abgefüllt. In einer großen Werkshalle, die über ein vollautomatisches Hochregallager verfügt, stellen Mitarbeiter an Fließbändern die Chemikalien für die verschiedenen Anwendungen zusammen, verpacken und etikettieren sie. Von Hilden aus geht es dann in die ganze Welt. Dreimal am Tag holt ein Lastwagen die Waren ab.

(RP)