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Autobahnpolizei Hilden: Raser werden öfter gemeldet

Tempoverstöße : Raser werden jetzt öfter gemeldet

Die Autobahnpolizei verzeichnet nicht mehr Verstöße, aber mehr Beschwerden.

Auf den Autobahnen rund um Hilden und Haan wird nicht mehr und nicht weniger gerast als vor der Coronakrise. Dies ist das Ergebnis einer Anfrage bei der Autobahnpolizei in Hilden. Ein Sprecher erklärte dazu, es seien trotz der deutlich freieren Strecken auf den Autobahnen in den vergangenen Wochen nicht mehr Tempoverstöße registriert worden, als zuvor. Etwas anderes habe aber deutlich zugenommen: „Die Leute melden uns die Raser jetzt deutlich öfter“, betonte ein Sprecher. Offenbar sei der Ärger über all jene, die meinten, jetzt besonders auf die Tube drücken zu müssen, in der Bevölkerung groß.

Seit dieser Woche gelten bundesweit deutlich striktere Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen. Wer außerororts die vorgegebene Geschwindigkeit um 26 km/h oder  oder mehr überschreitet, muss nicht nur 80 Euro zahlen, sondern kassiert auch ein einmonatiges Fahrverbot. Innerorts droht das ganze bereits ab 21 km/h zuviel. Bisher gabs ein Fahrverbot bei Tempoüberschreitungen um 41 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften innerorts 31 km/h zuviel. Wer auf der Autobahn eine Rettungsgasse blockiert, muss mindestens 200 Euro Strafe zahlen. Er verliert ebenso für einen Monat die Fahrerlaubnis. Außerdem werden zwei Punkte im Flensburger Zentralregister fällig.

In besonders  schweren Fällen ist sogar ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro möglich.