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Hilden: Autobahn 3 sorgt für Chaos in der Region

Hilden : Autobahn 3 sorgt für Chaos in der Region

Seit Montag ist die Ausfahrt der Anschlussstelle Mettmann Richtung Oberhausen gesperrt. Bis mindestens 24. November führt eine Umleitung zurück nach Mettmann. Im Kreuz Hilden fällt zudem die Ampel aus - allein fünfmal im Oktober.

Wer bis Monatsende die A3 Richtung Oberhausen fährt, um in Mettmann abzubiegen, braucht Geduld. Seit Montag ist die Ausfahrt Nummer 18 in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt. Der Verkehr wird per Umleitung und mit dem "Roten Punkt" über das Kreuz und die Anschlussstelle Ratingen-Ost geführt. Dort kann auf die A3 Richtung Köln zurück gewechselt werden, sodass die Abfahrt Mettmann erreichbar ist. Die Beschilderung ist lückenlos und zielführend. Allerdings kostet der Umweg Zeit. Eine Schleife von knapp 15 Kilometern absolviert der Autolenker durch die derzeitige Sperrung der Abfahrt.

Wie die vergangenen Tage gezeigt haben, ist längst nicht jeder Autofahrer bereit, diese Schleife zu fahren. "Wir beobachten ein verstärktes Verkehrsaufkommen rund um den Mettmanner Südring", sagt Frank Sobotta, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Schon morgens stauen sich Autos und vor allem viele schwere Lkw teilweise weit über einen Kilometer vor der Ampel an der B7 zurück. "Das ist ungewöhnlich", sagt Sobotta und wohl eine Folge der Sperrung der Ausfahrt. Denn viele Auto- und Lkw-Fahrer dürften schon im Kreuz Hilden die A 3 verlassen und sich über Erkrath/Haan oder Gruiten ihre eigenen Wege nach Mettmann suchen.

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In der Ausfahrt Hilden wurden sie gestern durch eine ausgefallene Ampel an der Hochdahler Straße (L403) gestoppt. Sie produzierte einen Rückstau bis auf die Autobahn - und das nicht zum ersten Mal. "Die Ampel war bereits am 7., 10., 16., 17. und 25. Oktober ausgefallen", berichtet Polizei-Sprecherin Claudia Partha. Woher sie das so genau weiß? Von den Kollegen der Autobahnpolizei Düsseldorf, die regelmäßig im selben Stau stehen, wenn sie die ganz in der Nähe der Abfahrt gelegene Autobahnpolizeiwache zu erreichen versuchen. Die zuständige Autobahnmeisterei Velbert nimmt die Störung auf und informiert eine Fachfirma, die einen Techniker schickt. Der zuständige Verkehrsingenieur des Landesbetriebs Straßen NRW in Mönchengladbach hörte gestern durch die RP zum ersten Mal von dem Dauer-Problem. Er werde klären, was da eigentlich los ist. Erstmal nur so viel: Die Ampelanlage sei 24 Jahre alt.

Sperrungen, Baustellen, Lokführer-Streik. Das Ergebnis: Dauerstau in der Region. "Umfassende Bauarbeiten machen die Sperrung der A3-Ausfahrt nötig", erklärt Norbert Cleve vom Landesbetrieb Straßen NRW. Sowohl der Standstreifen als auch der so genannte Ausfädelstreifen der Anschlussstelle werden komplett erneuert und sind deshalb nicht befahrbar. Warnbaken stehen eng und versperren den Weg. Würde jemand trotz des Verbots weiterfahren, landete er unsanft: Nach einer scharfen Kante fällt die Fahrbahn zurzeit gut 50 Zentimeter ab.

Letztlich sind diese Sanierungsarbeiten, die je nach Wetterlage bis Monatsende abgeschlossen sein sollen, der Auftakt für umfassende Maßnahmen im kommenden Jahr. Im Frühjahr 2015 erfolgt die grundlegende Erneuerung der A3 zwischen dem Kreuz Hilden und er Anschlussstelle Mettmann - in beiden Fahrtrichtungen. Dann soll Flüster-Asphalt aufgebracht werden, der die Anlieger spürbar von Schallimissionen entlasten soll. Mit den jetzt vorgenommen Arbeiten kann der Teilabschnitt dann in drei bis vier Spuren aufgeteilt werden, so dass auf den schmalen Fahrtstreifen mit Tempolimit der Autoverkehr trotz Baustelle fließen kann.

Übrigens: Wer mit laufendem Motor im Stau stehend sein Mobilfunktelefon in die Hand nimmt, riskiert ein Verwarngeld von 60 Euro plus einen Punkt. Auch die Idee, selbst ausgedachte Abkürzungen zu nehmen, kann teuer werden: Wer eine durchzogene Linie überfährt, ist mit 20 Euro dran, über die Standspur am Stau vorbei auszufädeln, schlägt mit 75 Euro sowie einem Flensburg-Punkt zu Buche.

(RP)