Autobahn 3: Landtagsabgeordnete Schlottmann für achtspurigen Ausbau

Hilden : Claudia Schlottmann wirbt für achtspurige Autobahn 3

Die Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann bezieht eindeutig Position im aktuellen Streit um den geplanten Ausbau der Autobahn 3. „Ein achtstreifiger Ausbau mit dem daraus resultierenden besseren Verkehrsfluss führt auch zu einer Verringerung der Abgas- und Lärmemissionen.

Nochmals Jahre mit einem Planungsbeginn zu warten, in der Hoffnung, dass der Verkehr auf der A 3 vielleicht doch nicht wie prognostiziert ansteigt, wäre verantwortungslos, vor allem im Wissen, dass für die Ausbauplanung und das erforderliche Planfeststellungsverfahren auch noch viele Jahre Zeit benötigt werden.“ Das schreibt sie in einer ausführlichen Antwort an Claus Munsch, den Fraktionsvorsitzenden der Allianz für Hilden. Der hatte die Abgeordnete zu Initiativen aufgefordert, durch ein Tempolimit von 100 km/h und ein Überholverbot für Lastwagen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass der auf Prognosen beruhende Ausbau von sechs auf acht Spuren – er würde Siedlungs- und Naturschutzflächen beeinträchtigen – obsolet würde.

Schlottmann stellt klar, dass es vor der Fortschreibung des Bedarfsplans eine Stauanalyse gegeben habe. „Daraus resultierte dann die Einstufung des Ausbaus der A 3 in die Kategorie ,Vordringlicher Bedarf Engpassbeseitigung’. Hinzu kommt, dass für die A 3 schon aus dem Grund, dass sie zu den wichtigsten Nord-Süd-Autobahnen in Deutschland gehört und beim Güterverkehr noch mit erheblichen Zuwächsen zu rechnen ist, eine hohe Verkehrsqualität zu fordern ist.“

Für durchgehende Tempolimits gebe es keine Grundlage. Vielmehr sind „Streckenbeeinflussungsanlagen“ vorgesehen, die auf Grundlage von kontinuierlich erfassten Verkehrsdaten und Witterungsbedingungen automatisch auf die aktuelle Verkehrssituation abgestimmte Regelungen trifft. Die Straßenverkehrstelematik soll auch auf der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Hilden und Leverkusen umgesetzt werden. „Für den ersten Teilabschnitt zwischen Leverkusen und Langenfeld wird zeitnah mit dem Bau begonnen und nach jetzigem Stand soll die Anlage schon Ende 2020 in Betrieb genommen werden.“ Für den Abschnitt von Langenfeld bis zum Kreuz Hilden kann mit dem Bau erst nach den noch bis 2020 laufenden Sanierungsarbeiten begonnen werden. Wegen einer etwa einjährigen Bauzeit wäre die Anlage erst Ende 2021 fertig.

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