Hilden: „Aus dem Rahmen gefallen“: Skulpturen von Urs Busch

Hilden : „Aus dem Rahmen gefallen“: Skulpturen von Urs Busch

Seit gut zwanzig Jahren arbeitet Urs Busch als bildende Künstlerin. Ihre Liebe zu Steinen, ihren Formen und Strukturen, findet Ausdruck in ihren Skulpturen. Sie bearbeitet Steine unterschiedlicher Härtegrade und Farben.

Der Prozess während der Entstehung einer Skulptur, die Arbeit am Stein selbst ist es, was die Künstlerin Urs Busch interessiert. Oft ist das endgültige Ergebnis überraschend, weil erst nach langem Schleifen und Polieren der eigentliche Charakter des Materials zum Vorschein kommt. Für Busch ist ein Stein eine überaus lebendige Substanz, der sie, wie sie sagt, mit Ehrfurcht vor ihrem Weg des Werdens und Vergehens begegnet.  „Die Sprache der Steine zu verstehen, zu erspüren, welche Form in ihnen steckt, ist für mich immer wieder aufregend und faszinierend. Meine fertigen Skulpturen „wollen“ nichts, sie strahlen Ruhe und Harmonie aus, erfreuen das Auge, laden die Hände zum Streicheln ein und sollen die Seele berühren“, sagt sie. Seit ein paar Jahren experimentiert Busch auch mit Beton, aus dem sie Skulpturen mit überraschend feiner Oberfläche entstehen lässt. Holz schafft oft Verbindungen zwischen den verschiedenen Arbeiten. Seit einiger Zeit widmet sie sich dem Werkstoff Glas, wobei ihr Fokus auf dem Thema Glasfusing liegt. Ihr langfristiges Ziel ist, kreative Verbindungen zwischen Glas, Holz und Stein herzustellen. Die Unternehmerin und Mutter von drei Kindern lebt und arbeitet in Hilden. Sie nahm bereits an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung in Hilden und Düsseldorf teil. Urs Busch hat sich kreativ und handwerklich in zahlreichen Seminaren und Workshops weitergebildet, unter anderem bei Jutta Funk von Rosainski, Ute Voets, Christina Lauster, einer Mitarbeiterin von Tony Cragg oder bei Dr. Wolfgang Schmölders (Glas). Während ihrer Ausstellung arbeitet sie im H6 und bietet Speckstein-Workshops auch für Kinder. Die Vernissage ist am Freitag, 1. November,  um 17 Uhr. Zur Begrüßung spricht Julia Lembrecht. Die Ausstellung (bis 10. November) ist nur an Wochenenden geöffnet: samstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

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