Hilden: Anwohner klagt über zugeparktes Viertel

Hilden: Anwohner klagt über zugeparktes Viertel

In der Siedlung Köbener Straße/Grünewald herrsche nachmittags und an den Wochenenden der Ausnahmezustand.

Seit 40 Jahren wohnt Dieter Scheffler in der Siedlung Köbener Straße/Grünewald. "Polizei und Ordnungsamt kommen hier zwar ab und zu mal schauen, aber immer dann, wenn alle wieder weg sind", klagt der Anwohner. "Am Wochenende und ab Nachmittag ist es grausam, Garagenzufahrten sind beidseitig zugeparkt, so dass man kaum was sieht, wenn man aus der Gargenzufahrt raus fahren will. Selbst Feuerwehrzufahrtszonen werden rigoros zugeparkt." Es gebe Anwohner, die "immer und immer auf den Bürgersteigen parken, auch mit Transportern. Wir haben hier eine Familie, da praktiziert die Mutter das schon seit Jahrzehnten und der Sohn jetzt auch schon seit einiger Zeit." Der Mieter unterstellt, dass dem Ordnungsamt der Weg zur Siedlung zu weit sei. Er habe längst resigniert und hätte schon lange keine Beschwerden mehr geführt.

Besonders ärgert es ihn, dass das Angebot der Wohnungsbaugesellschaft DERR, zusätzliche Stellplätze zu schaffen "von Stadt Hilden und einigen Bürgern abgebügelt wurde mit der Begründung: Es gebe hier genug Parkraum." - Schließlich beklagt er sich noch darüber, dass "auf einem ausgeschilderten Behindertenparkplatz andauernd Autos parken ohne ersichtliche Berechtigung. Ich glaube, der Eigner des Platzes hat gar kein Auto mehr." - Zu guter Letzt weist Scheffler darauf hin, dass die beiden Straßen als 30er Zone ausgeschildert sind, "aber es wird gerast ohne Ende. Selbst auf einem Stück ausgeschilderter Spielstraße hält sich keiner an Schrittgeschwindigkeit. Aber niemanden kümmert es mehr."

Ordnungsamtsleiter Michael Siebert ist für den ruhenden Verkehr zuständig. Er versichert, dass den Politessen der Weg nicht zu weit ist. "Wir arbeiten von 8 bis 17 oder von 9 bis 18 Uhr. Bei Sonderkontrollen sind unsere Mitarbeiter auch mal nach 19 oder 20 Uhr unterwegs oder sehr früh am Morgen." Nicht ohne Stolz weist er darauf hin, dass die Hildener Kontrolleure innerhalb eines Jahres 25.000 Knöllchen verteilt haben. "Das weist ja wohl auf die Intensität hin." Angesprochen auf die Köbener Straße/Grünewald bietet Siebert spontan an: "Ich werde noch heute unsere Mitarbeiter anweisen, dort verstärkt zu kontrollieren. Nach 15 Uhr. Ich tippe aber schon jetzt, dass wir dort einige Falschparker antreffen werden, aber kein Parkchaos." Oft sei es so, dass Beschwerdeführer sich über bestimmte Nachbarn ärgerten, erzählt er aus Erfahrung.

  • Wersten : Anwohner werden nicht mehr zugeparkt

Unabhängig von dieser Einschätzung rät er allen von Falschparkern genervten Bürgern, sich regelmäßig beim Ordnungsamt zu melden und auf Missstände hinzuweisen. "Wenn Sie uns telefonisch nicht erreichen, können Sie uns auch mailen: ordnungsamt@hilden.de. Wir können dann entsprechend reagieren und Sonderkontrollen durchführen."

Wenn ein Behindertenparkplatz nicht mehr benötigt wird, sollten die Bürger, die das glauben, sich ebenfalls an die Stadt wenden und das mitteilen. "Wir können nur tätig werden, wenn wir die Nummer des Platzes kennen."

(ilpl)
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