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Gruiten: Anstoß für den Sportplatz

Gruiten : Anstoß für den Sportplatz

Möglichst zum Beginn der Spielsaison 2012/13 sollen die Gruitener Fußballer auf Kunstrasen spielen können. Der Finanzausschuss stellte erste Finanzweichen. Noch bleiben aber viele Fragen zu klären.

Bis zum Jahre 2014 soll die Sportpauschale des Landes für die Sanierung des Gruitener Sportplatzes verwendet werden. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag und vollzog damit gewissermaßen den Anstoß. Es gibt zwei Vorbehalte: Der Landeszuschuss muss fließen und im Übrigen die Finanzierung für das Kunstrasenprojekt sicher sein. Daran kann jetzt gearbeitet werden.

Die Planung für den Sportplatz Gruiten liegt als Entwurf vor. Die Unterlagen sollen von einem Fachbüro geprüft werden. Foto: Arch/Ingenieurbüro Vennegeerts

Zunächst soll ein Fachplaner das bisherige Finanzkonzept zum vorliegenden Entwurf überprüfen. Danach wird noch einmal genau über die Finanzseite gesprochen. Dieter Schauf, Vorsitzender des Fördervereins Fußball Haan — Gruiten, hatte in sein Kostenkonzept Spenden der Sparkassen-Sozialstiftung sowie der Bürgerstiftung einkalkuliert, dazu Erlöse von Sponsorenlauf sowie Baustein-Aktionen. Auch der TSV und der Förderverein waren mit Beteiligungen aufgeführt.

Vereins-Trägerschaft zweifelhaft

Die im Nothaushalt stehende Stadt möchte hinreichende Finanzsicherheit haben. "Bei der Sanierung des Sportplatzes Haan hatten Vereine 150 000 Euro in Aussicht gestellt. Geflossen sind am Ende 30 000", sagte Bürgermeister Knut vom Bovert. Und Stadtkämmerin Dagmar Formella merkte an, dass die Politik bereit sein müsse, bei im Zweifel anfallenden Mehrkosten bei anderen Vorhaben zu sparen oder diese zu verschieben.

Ende voriger Woche gab es ein Gespräch zwischen der Stadt und einem Experten des Landessportbundes. Aus dieser Runde stammte die Erkenntnis, dass es kaum lohnenswert sein wird, wenn ein Verein als Bauherr für die Sportplatz-Sanierung auftreten wird. Ob die Frage tatsächlich gutachterlich geklärt wird, sollte nichtöffentlich entschieden werden.

Verfahren beschleunigen

Alle Fraktionen stellten sich klar hinter das Vorhaben, das möglichst zu Beginn der Spielzeit 2012/13 den Gruitener Kickern Kunstrasen bescheren soll. Wilfried Pohler (SPD) sagte, die von der Verwaltung angesprochene Pappel-Fällaktion sollte nicht in die Sportplatz-Kalkulation einbezogen werden. Michael Ruppert (FDP) betonte, es sei Ziel, die Sportanlage so schnell und so günstig wie möglich zu sanieren. Das Projekt müsse aber planungs- und baurechtlich abgesichert werden. Dr. Dieter Gräßler (CDU) versicherte, seine Fraktion wolle dazu beitragen, das Vorhaben auch unter städtischer Regie zu beschleunigen. Der Bürgermeister bestätigte das Ziel, zur Saison 2012/13 fertig zu sein, äußerte aber "Bauchschmerzen, schon jetzt die Mittel freizugeben".

Gerhard Herder (UWG) machte eine sichere Gesamtfinanzierung zur Voraussetzung für die gezielte Verwendung der Sportpauschale der Jahre 2011 bis 2014.

(RP)