Hilden Anleinpflicht im Stadtwald

Düsseldorf · Der Umweltausschuss hat gestern Abend einstimmig eine Verordnung beschlossen. Sie soll am 1. April in Kraft treten. Der Hildener Ordnungsdienst kann dann Halter von nicht angeleinten Hunden mit 10 Euro verwarnen.

Die Neuregelung beendet ein Durcheinander an Rechtsvorschriften und Zuständigkeiten im Hildener Forst. Ab 1. April gilt: Im ganzen Hildener Stadtwald müssen Hunde angeleint werden. Das beliebte grüne Naherholungsgebiet ist 400 Hektar groß. Nach dem Landesforst- und dem Landschaftsgesetz müssen Hunde im Wald bislang nur außerhalb von Wegen angeleint werden. 92 Hektar des Hildener Forstes sind Naturschutzgebiet. Dort müssen Hunde auch auf den Wegen angeleint sein.

"Nicht praktikabel"

Diese Regelung war "nicht praktikabel", räumt die Verwaltung ein, da für die Hundehalter nicht klar war, in welchem Geltungsbereich sie sich gerade befanden. Für die Überwachung der Anleinpflicht im Stadtwald waren die Untere Landschaftsbehörde Mettmann und das Regionalforstamt Bergisches Land mit Sitz in Gummersbach zuständig. Beide waren viel zu weit weg und verfügten nach eigenen Angaben nicht über die nötigen Mitarbeiter.

Ratsfraktionen einig

Deshalb waren sich alle Ratsfraktionen einig, die Anleinpflicht im Stadtwald kommunal festzusetzen und durch den Hildener Ordnungsdienst überwachen zu lassen. Bei Nichtbeachtung kann ein Verwarngeld von zehn Euro verhängt werden. Bei hartnäckigen "Wiederholungstätern" sind auch Bußgelder bis zu 500 Euro möglich. Rund 30 Schilder werden auf die Neuregelung hinweisen, die zum 1. April in Kraft treten soll. Der Stadtrat muss dem Votum am 17. März noch zustimmen.

Das darf nach dem einstimmigen Beschluss im Fachausschuss als sicher gelten. Ausgespart wird lediglich ein Stück am Ehrenmal und der Bolzplatz am Biesenbusch. Die Stadt wolle damit das "Übermaßverbot" beachten und damit rechtliche Probleme vermeiden, erläuterte Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann. "Wir sind keine Hundefeinde", unterstrich Förster Friedhelm Schüller. In Nachbarstädten wie Düsseldorf oder Solingen gebe es seit langem eine Anleinpflicht und sie werde dort auch überwacht. Am Jaberg gebe es eine 50 000 Quadratmeter große Hundewiese. Dort könnten die Halter ihre Vierbeiner von der Leine lassen.

(RP)