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Altpapierwettbewerb von sieben Hildener Kitas ist entschieden

Altpapier-Wettbewerb : Kinder sammeln jede Menge Altpapier

Sieben Kitas haben beim ersten Wettbewerb „Hildener Einrichtungen sehen grün“ in gut zwei Monaten fast 7,6 Tonnen Papier zusammengetragen. Am Ende wurden zwei Kitas für die größten Mengen insgesamt und pro Kopf geehrt.

Der Startschuss für den Altpapier-Wettbewerb war am 1. Oktober. Sieben Kindergärten haben sich an der vom Förderverein Kita Mühle organisierten Aktion beteiligt und mehr als zwei Monate lang Altpapier gesammelt. „Der Wettbewerb findet so zum ersten Mal statt“, erklärt Peter Krings, Vorsitzender des Fördervereins und Lilli Schulz vom Förderverein ergänzt: „In ganz Hilden gab es so etwas noch nie. Wir sind Vorreiter.“ Als Partner konnte das Unternehmen „Wertstoff ant more“ gewonnen werden. „Die blauen Tonnen wurden den Kitas kostenlos zur Verfügung gestellt und wöchentlich geleert“, erzählt Lilli Schulz. Danach wurde das Papier gewogen und für jede Kita Buch geführt. Am 9. Dezember fand die letzte Leerung statt.

„Die sieben Kitas haben insgesamt 7594,5 Kilo Altpapier gesammelt“, verrät Lilli Schulz stolz. Doch damit nicht genug. „Nur durch unsere Aktion wurden 1322 Kilo CO2 und 240.728 Liter Wasser eingespart.“ Damit die Kinder der Kitas auch wissen, was mit dem gesammelten Altpapier passiert, zeigte ihnen Lilli Schulz Produkte, wie Eierkartons, aus recyceltem Papier.

Auch die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Münnich zeigte sich begeistert von der Aktion. Sie und ihr Team der Partei „Die Grünen“ haben privat gesammelt, um den Wettbewerb zu unterstützen. „Noch besser ist es natürlich, Papierabfall zu vermeiden“, sagt sie, „aber das schaffen wir nicht.“ Deshalb sei es gut, den Wertstoff Papier weiter zu verwerten.

Damit die Kitas einen Anreiz fürs Sammeln hatten, gab es zwei Preise zu gewinnen. Der erste Preis war ein Gutschein in Höhe von 100 Euro von einem Kindergartenbedarfsladen. Der zweite Gutschein in Höhe von 80 Euro konnte durch die private Initiative von Marianne Münnich finanziert werden. „Außerdem bekommt jede Kita, die teilgenommen hat, ein Samenpaket“, sagt Münnich, „damit es im Sommer schön blüht.“

Mara Kullmann von der evangelischen Kita Sonnenschein sagt: „Uns hat es Spaß gemacht. Wir haben ein Projekt draus gemacht, sind mit dem Bollerwagen losgezogen, um Altpapier zu sammeln.“ Susanne Kemper von der Kita Karnaper Regenbogen erzählt: „Bei uns sind viele Eltern mitgezogen. Es ist wichtig, den Kindern klarzumachen, dass es sich lohnt, Papier zu sammeln.“ Das bestätigt auch Petra Escolano von der Awo-Kita Kolpingstraße: „Es ist wichtig, den Kindern klarzumachen, dass sie achtsam mit der Umwelt umgehen sollen.“ Es sei für die Kinder aber auch wichtig gewesen, zu sehen, was mit dem Altpapier passiert. Mitgemacht haben natürlich auch die Kita SPE Mühle, außerdem die evangelische Kita an der Friedenskirche sowie die Caritas Kita St. Konrad.

Den ersten Preis hat die Kita Mühle mit 3056 Kilo Papier gewonnen. „Wir haben uns als Kita das Umweltthema auf die Fahne geschrieben“, betont Kerstin Holzapfel, pädagogische Leiterin. „Man muss mit kleinen Schritten beginnen und darf dann nicht nachlassen.“ Den zweiten Preis hat die Awo-Kita mit 1343 Kilo Altpapier gewonnen. Petra Escolano freut sich: „Wir werden im Frühjahr einen Baum in unserer Einrichtung pflanzen.“