Pogromnacht und ihre Opfer Als die Nazis in Hilden herrschten

Hilden · Am 9. November 1938 sind auch viele Hildener umgebracht worden. Sie sollten nicht die einzigen Opfer des Nazi-Terrors bleiben. Sieben Fakten zum dunkelsten Kapitel Hildener Geschichte.

 Hildener heißen die Wehrmachts-Soldaten vor dem damaligen Rathaus an der Mittelstraße willkommen im November 1938.

Hildener heißen die Wehrmachts-Soldaten vor dem damaligen Rathaus an der Mittelstraße willkommen im November 1938.

Foto: Stadtarchiv Hilden

Die Nazis betrinken sich am 9. November 1938 im „Deutschen Haus“ an der Benrather Straße 20. Dort feiern die NSDAP-Anhänger mit viel Alkohol den Jahrestag des Hitlerputsches 1923. Als sie die Nachricht erreicht, dass der deutsche Diplomat Ernst vom Rath nach dem Attentat durch Herschel Grynszpan gestorben ist, heizt sich die Stimmung auf. Mit Verstärkung aus Düsseldorf ziehen die Nazis marodierend durch die Stadt, zerstören Schaufensterscheiben und dringen in die Wohnungen jüdischer Mitbürger ein, um sie zu töten oder in den Selbstmord zu treiben. Wir haben sieben Fakten über die Nazi-Herrschaft in Hilden zusammengetragen.