Haan: Abfallentsorgung am Waldrand

Haan: Abfallentsorgung am Waldrand

An einem Wanderparkplatz zur Grube 7 kippten Unbekannte eine große Menge Holzpaneele ins Gebüsch. Auf dem Parkplatz im Ittertal wurden am Wochenende acht Fässer Altöl illegal entsorgt. Die Stadt erstattet Strafanzeigen.

Hans-Joachim Friebe hat schon viel gesehen. Aber der Blick, der sich ihm am Wanderparkplatz Habbach, nördlich der Gruitener Grube 7, bot, verschlug dem Landschaftswächter erst einmal die Sprache. "Da hat einer eine ganze Lastwagenladung Paneele in den Wald gekippt", beschrieb er die Entdeckung. "Das sieht aus, als ob ein Haus abgerissen worden ist."

In den nächsten Tagen werden Mitarbeiter des Betriebshofes das illegal entsorgte Holz aus der Böschung holen und zur Entsorgung bringen, teilte Betriebshofleiter Claus Hippel mit. Weil es sich bei den Holzpaneelen nicht um einen Gefahrstoff handele, werde der Betriebshof erst noch die Aufräumarbeiten nach dem Sturm vom Sonntag erledigen.

Den Aufwand für die Entsorgung werden alle Abfall-Gebührenzahler zu tragen haben. Für die Beseitigung von wilden Kippen und das Verbrennen der Abfälle ist in der Gebührenbedarfsberechnung ein Betrag von 5000 Euro einkalkuliert. Hinzu kommt der Personalaufwand durch die Betriebshof-Kolonnen. Im vorigen Jahr räumten die Mitarbeiter 130 Stunden lang illegale Hinterlassenschaften weg.

Rainer Skroblies, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, erklärte, die Stadt werde Strafanzeige stellen. Dies gilt auch für den Unbekannten, der während des Wochenendes auf dem Wanderparkplatz an der Ittertalstraße acht Fässer mit Altöl abgestellt hat. Die Haaner Feuerwehr barg die Hinterlassenschaft gestern.

(RP)