A46: Brücken-Arbeiten im Kreuz Hilden offenbar schneller fertig

Im Kreuz Hilden : Brücken-Arbeiten auf A46 sind offenbar schneller fertig

Wegen der Vollsperrung der A46 am Kreuz Hilden kam es am Wochenende zu viel Stau. Nun die gute Nachricht: Die Arbeiten sind offenbar schneller erledigt, als gedacht.

Wo sonst Tag und Nacht der Verkehr braust, ist es plötzlich still. Die Fahrspuren sind leer. Es sieht ein bisschen so aus wie bei den Fahrverboten in der Ölkrise 1973. Das Team im Kreuz Hilden hat aber keine Zeit, die Szene zu genießen. Seine Zeit läuft  ab Freitag, 29. März, 22 Uhr. Die Arbeiter haben exakt 55 Stunden, Montag, 1. April, 5 Uhr,  muss ihre Aufgabe erledigt sein. „Das ist ein enges Zeitfenster“, sagt Stephan Huth, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen NRW. Das Team ist relativ klein (zehn bis zwölf Mann), hat aber mit großen Maschinen und gefährlichen Lasten zu tun. Tieflader bringen die Brückenteile zur Baustelle. 30 Meter lang und 2,5 Meter breit. Dort werden sie zu zwei Behelfsbrücken montiert, jeweils 60 Meter lang und 7,50 Meter breit. „Das funktioniert im Prinzip wie bei Legosteinen“, erläutert Huth Zwei Kräne, die jeweils 400 Tonnen Last heben können, bringen die beiden Behelfsbrücken an ihren Ort. Dort müssen sie eineinhalb Jahre durchhalten. Denn so lange wird das Großprojekt voraussichtlich dauern. Für den Einbau der Behelfsbrücken waren die Hauptfahrbahnen der A46 Wuppertal-Düsseldorf und Düsseldorf-Wuppertal voll gesperrt. Am Samstag kam es deshalb rund um das Kreuz Hilden zu langen Staus. „Wir liegen sogar vor unserem Zeitplan“, sagte gestern Mittag Pressesprecher Stephan Huth: „Voraussichtlich können wir die Fahrbahnen bereits am Sonntag gegen 22 Uhr wieder freigeben.“ „Durch den Abriss und Neubau der Brücke wird keine Fahrspur wegfallen“, hat der Projektleiter von Straßen NRW, Athanasios Mpasios, versprochen. Ingenieure und Straßenbauer seien bemüht, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.

Die Behelfsbrücken müssen eineinhalb Jahre durchhalten. Sie können mit Tempo 60 befahren werden. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Die beiden Behelfsbrücken sind mit Tempo 60 befahrbar. Danach fällt die erste Hälfte der alten Autobahnbrücke. Hierzu werde es an einem Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen eine Vollsperrung geben. Die Trümmer werden abtransportiert. Die neue Brücke wird aus Fertigteilen, Stahlkörper mit vorgefertigter Fahrbahn montiert. Sobald die erste Brückenhälfte steht, passiert dasselbe mit der zweiten Hälfte. Die Brückenexpertin von Straßen NRW, Romina Korrenz, sagt, dass für das Zusammensetzen der Brücken-Fertigteile nur punktuell auf den Autobahnen gesperrt werden muss. Die Brückenbau-Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2020 dauern. Straßen NRW rechnet mit Kosten in Höhe von 18,7 Millionen Euro.

Die Spezialisten hatten nur 51 Stunden Zeit. Am Sonntagmittag lagen sie aber weit vor ihrem Zeitplan. Foto: Köhlen, Stephan (teph)
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