Hilden: A3 wird zur Baustelle

Hilden: A3 wird zur Baustelle

Ab Freitag richtet der Landesbetrieb Straßenbau NRW an der A3 im Kreuz Hilden eine neue Baustelle auf 2,5 Kilometern Länge in beiden Fahrtrichtungen ein. Die Arbeiten sollen rund fünf Monate dauern.

Auf der Autobahn 3 im Kreuz Hilden rauschen Tag für Tag rund 130 000 Fahrzeuge in beiden Richtungen vorbei. Das ist ein Spitzenwert, erläutert Verkehrsingenieur Norbert Cleve, Sprecher der Niederlassung Krefeld des Landesbetriebs Straßenbau NRW: "Mehr geht kaum."

Um den Verkehrsfluss zu verbessern, wird die Zufahrt von der A46 aus Richtung Wuppertal auf die A3 nach Oberhausen auf zwei Fahrstreifen verbreitert und der Beschleunigungsstreifen verlängert. Das wird den Bund 2,7 Millionen Euro kosten und etwa fünf Monate dauern.

Ab morgen wird die Verkehrsführung mit verengten Fahrstreifen aufgebaut. In den ersten vier Wochen wird im Mittelstreifen eine Überfahrt gebaut. Betroffen sind beide Fahrtrichtungen. Es stehen aber immer drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung, versichert Cleve.

Dichter Verkehrsstrom

Viele Fahrzeuge biegen im Kreuz Hilden von der A 46 aus Richtung Wuppertal kommend auf die A3 Richtung Oberhausen ab. Beim Einfädeln in den meist dichten Verkehrsstrom auf der A3 entstehen Behinderungen, der Verkehr auf der A3 wird verlangsamt, erläutert Cleve: "Das wollen wir mit dem Umbau entzerren. Hauptsächlich Lastwagen brauchen mehr Zeit, um bei der Auffahrt auf die A3 die richtige Lücke zu finden."

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Deshalb will der Landesbetrieb die Tangente von der A46 auf die A3 auf zwei Fahrstreifen erweitern und die Beschleunigungsspur auf die A3 verlängern. Dafür sind Vorarbeiten notwendig. Im Mittelstreifen wird eine Überfahrt gebaut, um einen oder zwei Fahrstreifen auf die Gegenspur zu legen. Wenn alles klappt, sind die Arbeiten im September abgeschlossen.

Die Niederlassung Krefeld hat anschließend vor, die Fahrbahndecken auf der A3 zwischen dem Kreuz Hilden und der Anschlussstelle Mettmann in beiden Richtungen auf einer Länge von rund sechs Kilometern zu erneuern. "Das ist Unterhaltung und muss gemacht werden", erläuterte Cleve. Wann genau, stehe allerdings noch nicht fest.

A46-Anschlussstelle Erkrath

Voraussichtlich ab August muss mit Behinderungen durch eine andere Großbaustelle an der A46-Anschlussstelle Erkrath/Hilden gerechnet werden. Die letzten 500 Meter der Gerresheimer Straße (L404) zur Autobahn 46 (und der Rothenberg Straße auf Erkrather Gebiet) sollen auf durchgehend zwei Fahrspuren pro Richtung ausgebaut und eine grüne Welle koordiniert werden.

Der Zubringer ist ein Engpass, in dem jeden Morgen und Abend tausende von Pendlern im Stau stehen. Das 3,3 Millionen-Projekt wird nach Auskunft der zuständigen Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs Straße nicht vor 2011 fertig. Die neue Straße soll dann täglich 30 000 Fahrzeuge in beiden Richtungen bewältigen können. Mit dieser Belastung rechnen Experten aber erst in zwölf Jahren.

(RP)
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