5. Staffel Ökoprofit: Zehn Unternehmen ziehen Zwischenbilanz in Hilden

Kreis Mettmann: Zehn Unternehmen – ein Umweltziel

Die Teilnehmer der fünften „Ökoprofit“-Staffel zogen jetzt in Hilden eine mehr als positive Zwischenbilanz.

Das Bild hatte Symbolcharakter: Die Teilnehmer stellten sich locker zum Gruppenfoto zwischen diversen Autos der Elektro-Flotte des Hildener BMW-Händlers Hans Brandenburg auf. Der hat unterdessen in den vergangenen Monaten dafür gesorgt, dass die „Betankung“ seiner E-Modelle vor allem durch eine große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gespeist wird.

Besser hätte auch Nils Hanheide nicht organisieren können: „Die Idee, mit der Wirtschaft gemeinsam im Kreis Mettmann Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen, hat sich definitiv bewährt“, sagte der Dezernent für Recht, Ordnung und Umwelt des Kreises bei der Begrüßung der zehn Teilnehmer der fünften Ökoprofit-Staffel, die im Hildener Autohaus ihren Zwischenstand präsentierten.

Der Gastgeber ist außerdem noch mit seinem zweiten Standort Mettmann bei dem Projekt vertreten. Die in Hilden bereits erreichte Zertifizierung soll in der Kreisstadt auch noch erfolgen.

Was ist das Ökoprofit-Projekt? „Energieeffizienz und Abfallmanagement, Umweltrecht, nachhaltige Beschaffung und umweltfreundliche Mobilität sind nur einige der Themen, mit denen sich die beteiligten Betriebe im Rahmen des Projektes über ein Jahr hinweg beschäftigen“, heißt es in einer Beschreibung der Kreisverwaltung.

Durch viele kleine und große Maßnahmen reduzierten die Unternehmen ihren Verbrauch an Energie, Roh- und Betriebsstoffen, Abfällen und Wasser, sensibilisierten ihre Mitarbeiter und Kunden und leisteten so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz: „Und nicht zuletzt führen diese Maßnahmen meist zu nicht unerheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten.“

Die einzelnen Beiträge sind von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich: So plant der Armaturen-Vertrieb Alms aus Ratingen, durch den Einsatz von Schnelllauftoren den Wärmeenergieverlust zu minimieren. Erwartet wird eine Energieeinsparung von ungefähr 45.000 Kilowattstunden pro Jahr.

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Aber nicht nur die Technik steht im Vordergrund: Bei der IMS Messsysteme GmbH in Heiligenhaus soll die Aktion genutzt werden, um die Mitarbeiter für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

Die Menk‘sche GmbH & Co. KG in Monheim will mit Ökoprofit die Umnutzung des Firmengeländes vorantreiben. Der Standort soll künftig unter anderem zur Kommunikation des Themas Nachhaltigkeit – mit dem Schwerpunkt Wasser und Gesteine – dienen.

Die Gesamtbilanz wird  am Jahresende gezogen. Dann sollen – nach bestandener Abschlussprüfung – die teilnehmenden Unternehmen öffentlich mit einem Zertifikat ausgezeichnet werden.

Unterstützt wird das Projekt durch viele Förderer – unter anderem Handwerkskammern sowie die IHK Düsseldorf. Dezernent Nils Hanheide kündigte auch schon die Fortführung an. Der genaue Starttermin für die 6. Staffel steht noch nicht fest. Interessierte Betriebe können sich aber schon jetzt melden.

Weitere Informationen gibt es unter www.kreis-mettmann.de oder bei Vera Stephan-Oltmanns, Umweltamt Kreis Mettmann, 02104/99-2865, vera.stephan-oltmanns@kreis-mettmann.de .

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