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Nach Bluttat in Hilden: 3M-Opfer noch immer krank

Nach Bluttat in Hilden : 3M-Opfer noch immer krank

Die beiden Männer, die im November letzten Jahres angeschossen wurden, hatten Rückfälle zu erleiden.

Den beiden Mitarbeitern des Hildener 3M-Werkes, die vor fünf Monaten angeschossen und schwer verletzt worden waren, geht es nicht besonders gut. Wie Manfred Kremer, Sprecher des Unternehmens, mitteilt, haben beide Männer Rückfälle erlitten, die ihre Gesundung weiter verzögern.

Am 9. November vergangenen Jahres war ein langjähriger Mitarbeiter von 3M zur Nachschicht erschienen, hatte eine mitgebrachte Waffe gezückt und damit gezielt auf einige seiner Kollegen geschossen. Anschließend tötete er sich selbst. Die beiden damals schwer verletzten Männer, einer von ihnen ein Familienvater, schwebten über Tage in Lebensgefahr, sie konnten nur durch Notoperationen gerettet werden.

"Nachdem beide Mitarbeiter bis Ende Januar 2013 gute Fortschritte in der Reha gemacht haben, sind Anfang Februar bei beiden Komplikationen aufgetreten", so Kremer. Demnach habe sich bei einem der beiden eine Entzündung an der Wirbelsäule gebildet, er musste eine Knochentransplantation bekommen.

Der zweite wurde zwischenzeitlich wegen eines Infektes wieder auf die Intensivstation verlegt, die er nach zwei Wochen wieder verlassen konnte. Beide Mitarbeiter haben ihre Reha-Maßnahmen wieder aufnehmen können. Wann mit einer Rückkehr an ihren Arbeitsplatz zu rechnen ist, sei jedoch völlig offen. Beide Opfer wurden auch lange seelsorgerisch betreut.

(gök)