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Hilden: 15 Entwürfe für Schweitzer-Areal

Hilden : 15 Entwürfe für Schweitzer-Areal

Der Stadtrat hat für das Gelände der ehemaligen Hauptschule einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Am 1. Juni tagt das Preisgericht. Die Fraktion BA/CDf nimmt an der Sitzung wegen "falscher Vorgaben" nicht teil.

Vor drei Jahren wurde die Albert-Schweitzer-Hauptschule wegen mangelnder Nachfrage geschlossen. Die Verwaltung schlug dem Stadtrat vor, einen städtebaulichen Wettbewerb über die künftige Nutzung des Areals zu veranstalten. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. 20 Büros (vier junge, fünf regionale und elf ausgeloste erfahrene) waren aufgefordert worden, sich zu beteiligen. 15 haben Entwürfe eingereicht. Sie werden dem Preisgericht am 1. Juni anonymisiert vorgelegt.

Die Jury besteht aus vier erfahrenen Stadtplanern (Prof. Christl Drey, Universität Kassel; Frieder J. Heinz, Solingen; Judith Kusch, Köln; Prof. Jürgen von Brandt, Fachhochschule Köln) und Hildens Baudezernentin Rita Hoff. Die Stadt hat drei Preise ausgelobt, die mit 12 000 Euro (1. Preis), 9000 Euro (2. Preis) und 5000 Euro (3. Preis) dotiert sind.

Die Ratsfraktionen können an der Sitzung des Preisgerichts teilnehmen und mit diskutieren, haben aber kein Stimmrecht bei der Preisvergabe selbst. Hoff hält das für wichtig, damit die Politiker die Entscheidung des Preisgerichts nachvollziehen können.

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Die Fraktion BA/CDf wird an der Sitzung des Preisgerichts nicht teilnehmen, bestätigte gestern Ratsmitglied Ludger Reffgen auf Nachfrage unserer Zeitung: "Wir haben große Vorbehalte wegen der Vorgaben, die der Rat gemacht hat. Beispielsweise soll die Höhe von drei Vollgeschossen nicht überschritten werden. Faktisch bedeutet das jedoch fünf Geschosse." Den Architekten seien "falsche Vorgaben" gemacht worden: "So eine Planung wollen wir nicht mittragen."

Es sei "schade", dass die Fraktion BA/CDf dieses Informationsangebot nicht annehmen wolle, bedauerte SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Alkenings, Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses: "Es dient der höheren Transparenz. Ratsmitglieder sollten die Möglichkeit erhalten, die Diskussion im Preisgericht aus erster Hand mitzuerleben." CDU-Fraktionsvorsitzende Marion Buschmann wollte die Entscheidung der BA/CDf gestern nicht kommentieren: "Wir suchen eine Kompromisslösung, mit der alle gut leben können und die gut ist für Hilden", sagte sie. Die Wettbewerbsordnung sieht vor, dass die Stadt mit einem der drei Preisträger über eine Entwurfsplanung verhandelt. Was jedoch am Ende gebaut wird, entscheidet der Bebauungsplan. Und über den entscheidet wiederum allein der Stadtrat. Die Bürger müssen gehört werden.

Der Stadtrat hatte für den Wettbewerb folgende Vorgaben gemacht: ein sozial gemischtes Wohngebiet für alle Generationen mit verschiedenen Wohnungsgrößen und Wohnformen, das sich in die Umgebung einfügt, maximal drei Vollgeschosse, Angebote auch für preiswerte Wohnungen, Erhalt der vorhandenen Grünflächen.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen am Mittwoch, 13. Juni, um 19 Uhr in einer Bürgerinformation präsentiert werden (Ort wird noch bekannt gegeben). Der Stadtentwicklungsausschuss könnte am 27. Juni entscheiden, welcher Entwurf realisiert wird, hatte die Baudezernentin vorgeschlagen.

(RP)