Weniger Personal für Flüchtlings-Unterkünfte

Haan : Haan kürzt Sicherheitsdienst in seinen Unterkünften

In mehreren Schritten schon ist der Einsatz von Sicherheitskräften in den städtischen Unterkünften für Flüchtlinge reduziert worden. Aktuell hat die Stadt Haan das Unternehmen mit 70 Mann-Stunden pro Tag beauftragt.

Bis Ende September waren es noch 80 Mannstunden, im vorigen Jahr noch 100.

Auch mit der gekürzten Stundenzahl ist gewährleistet, dass in den beiden städtischen Unterkünften Kaiserstraße 10 und Düsselberger Straße 15 mindestens eine und zeitweise auch zwei Sicherheitskräfte je Objekt 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche eingesetzt sind. In der Dienstzeit der Hausmeister sind dadurch auch Kontrollgänge möglich. Die Kürzung der Einsatzstunden war möglich, weil die Zahl der untergebrachten Personen in den Unterkünften deutlich zurückgegangen ist. Auf Antrag der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan prüft die Stadt auch die Möglichkeit, ab 1. September ganz auf den Tagesdienst in der Unterkunft Kaiserstraße zu verzichten. Keine Mehrheit fand in der Etatberatung des Hauptausschusses der WLH-Vorschlag, die dadurch eingesparten 160.000 Euro gezieht in Integrationsprojektes und in den Neubau einer Obdachlosen-Unterkunft am Heidfeld zu investieren.

Für 2019 wird zum einen der 70-Stunden-Dienst ausgeschrieben wie auch ein 192-Stunden-Service für alle acht Unterkünfte. Diese Kräfte sollen Beschwerden und Verstößen gegen die Hausordnung nachgehen, Zugangskontrollen durchführen. Dieser Leistungsumfang soll zunächst erprobt werden.

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Aktuell sind im Etat 2019 gut 635.000 Euro für die Sicherheitsdienstleistungen vorgesehen. Die Stadt will auch einen zusätzlichen Hausmeister einstellen, der in den Unterkünften eingesetzt ist. Im Frühjahr 2019 ist eine Gefährdungsanalyse vorgesehen. Die soll aufzeigen, ob sich die Situation in den Unterkünften durch reduzierte Personalpräsenz verändert.

In den Unterkünften sind derzeit 293 Personen einquartiert. Im einzelnen: Ellscheid 9 und 9b 32 Personen, 8 in der Düsseldorfer Straße 141a, 67 an der Kaiserstraße 10, 10 an der Dieker Straße 49, 139 in den Räumen Düsselberger Straße 15, 6 im Haus Heidfeld 14 und 31 in den Häusern Deller Straße 90-90b. Maximal könnten 600 Personen in den Quartieren untergebracht werden.