Vier Städte starten auf dem Radweg durch

Haan: Vier Städte starten auf Radweg durch

Für die anstehende Saisoneröffnung des Panorama-Radweges Niederbergbahn am 14. April versprechen die anliegenden Kommunen ein tolles Programm.

Wer als Berufsbezeichnung „Koordinator für Aktivtourismus“ auf seiner Visitenkarte stehen hat, der kann nicht einfach vom Schreibtisch aus die Saisoneröffnung eines Radweges planen. Und so ist Arne Jährling, der Tourismusbeauftragte des Kreises Mettmann, den Panorama-Radweg „Niederbergbahn“ vor der offiziellen Eröffnung schon einmal privat abgefahren – „mit dem klapprigen Fahrrad meiner Mutter“, wie er jetzt bei der Präsentation des Eröffnungs-Programms für dieses Jahr auf Gut Hahn bekannt gab.

Die Aktion verfolgte vor allem den Zweck, „zu testen, wie die verschiedenen Anstiege auf der Trasse auch ohne Elektrofahrrad zu bewältigen sind“, berichtete Jährling. Ergebnis: „Es gibt keine allzu steilen Anstiege, dafür aber einige sehr langwierige.“ Dennoch sei das Ganze für nicht völlig untrainierte Radler durchaus zu bewältigen.

Immerhin gibt es auf der Strecke einige Punkte, wo sich herrlich Pause machen lässt. Davon können sich Familien, Sportfahrer und aller anderen Freizeit-Radler am 14. April selbst ein Bild machen. Dann findet nämlich die große Saisoneröffnung des Panoramaradweges statt.

Paula Betthaus, die in Haan für Tourismus zuständig ist, kündigte jetzt schon mal eine geführte Tour des ADFC-Fahrradclubs für diesen Tag an, die nichts kostet und für die man sich nicht anmelden muss. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Brunnen des Alten Marktes an der Friedrichstraße. Wer will, kann die komplette Tour bis Essen-Kettwig mitradeln.

Auch von der anderen Seite des Panorama-Radweges aus startet eine Tour: In Velbert beginnt um 11:00 Uhr im Freizeitpark Höferstraße das Spektakel und endet auf dem Aldi-Parkplatz Tönisheide. Dort wollen mehrere Fahrradhändler über verschiedene Radrouten in der Region informieren und gleichzeitig E-Bikes zum Testen anbieten.

Wer sein Rad erst einmal aus dem Winterschlaf holen muss, kommt an Wülfrath nicht vorbei. Am Vorplatz des Zeittunnels bietet ein Händler kostenlose Checks an. Nicht unbedingt Fahrrad-kompatibel, aber trotzdem süß sind Lissi, Emma und August – drei Schafe, mit denen die Schäferei Lamberti Streichelzoo-Atmosphäre schaffen möchte.

Den Sicherheits-Aspekt des Fahrradtages bedient die Stadt Heiligenhaus, genauer gesagt das Klinikum Niederberg das an der Kult-Kaffee-Rösterei Radfahrer über Ernährung und Sport informieren will. Dazu gehört der Test eines Barfußpfades ebenso wie die Leistungs-Überprüfung am Fahrrad-Ergometer. Der Niederbergische Fahrrad-Club Heiligenhaus codiert zudem im Klubraum des Vereins an der Westfalenstraße Zweiräder zum besseren Schutz gegen Diebstahl.

Programm gibt es also reichlich, jetzt hoffen die Verantwortlichen nur noch auf schönes Wetter. Denn das spielt eine wesentliche Rolle für die Akzeptanz des Radweges in der Bevölkerung. Wobei an schönen Tagen durchaus vom Kinderwagen über den Rollstuhlfahrer bis hin zum Familien-Fahrradausflug alles vertreten ist: „Und doch haben wir den Eindruck, dass alle Nutzer des Weges Rücksicht aufeinander nehmen und gut miteinander klarkommen“, sagte Arne Jährling. Er muss wissen, denn bei seinem Test kam er mit vielen anderen Radtouristen in Kontakt.

„Wir bekommen sogar immer wieder Anfragen zu möglichen Übernachtungs-Quartieren“, berichtet der Kreis-Touristiker. Egal, ob nun mit E-Bike oder Mutters Klapprad.

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