Gruiten: TSV Gruiten kann jetzt Sportheim bauen

Gruiten: TSV Gruiten kann jetzt Sportheim bauen

Die Stadt schließt mit dem Sportverein einen Erbbaurechts-Vertrag und sichert 1,5 Millionen Euro zu.

Der Neubau des Gruitener Sportheims rückt näher. Zwischen Stadt und TSV Gruiten soll ein Erbbaurechtsvertrag geschlossen werden. Der Turn- und Sportverein Gruiten tritt als Bauherr in Aktion. Zur Absicherung des Schuldendienstes über 30 Jahre gewährt die Stadt ein Budget von 1,5 Millionen Euro; in den Jahren 2018 bis 2021 jeweils 106.500 Euro. Auch weiterhin übernimmt die Stadt die Betriebskosten für die allgemeine Nutzung der Anlage. Die Verwaltung wird nach Inbetriebnahme des Neubaus die Betriebskosten neu veranschlagen. Das beschloss der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsplanberatung einstimmig.

Das mehr als 80 Jahre alte Sportheim ist marode. Die Umkleiden und Duschen haben Feuchteschäden, die Räume unter dem Dach sind aus Brandschutzgründen längst gesperrt; der Sportverein musste deshalb seine Geschäftsstelle ins Erdgeschoss verlagern.

Nach ersten Kostenschätzungen, die Architekt Jochen Siebel im Frühjahr dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport vorstellte, verschlingt der Neubau zwischen 1,6 ohne und 1,962 Millionen Euro mit Mehrzweckraum. In dieser Summe ist auch die technische Aufwertung der benachbarten Turnhalle enthalten, die von der Stadt für 270.000 Euro saniert wurde. Jetzt müssten nur noch für 113.000 Euro der Sanitärbereich erneuert und der Heizungskessel ausgetauscht werden: "Dann funktioniert die Sporthalle für die nächsten 15 Jahre."

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Seit der Sanierung des Sportplatzes hat der TSV die Zahl seiner Mitglieder um fast 19 Prozent auf 1267 gesteigert. Es gibt Nachfrage nach Betriebs- und Seniorensport, Angebote für Kleinkinder und Mütter, Gesundheitssport. Es gebe zu wenig Übungsraum auf dem Gelände, deshalb könne kaum etwas angeboten werden, erläutert Achim Ziegert, Zweiter Vorsitzender des TSV Gruiten: "Wir wollen das Sportangebot in Gruiten erweitern." Von daher hielt der Vorstand in allen Gesprächsrunden an der Einrichtung eines zusätzlichen Mehrzweckraumes fest. "Wir brauchen den Übungsraum für Kurse, die Geld bringen. Und die Einnahmen brauchen wir, um das Projekt finanzieren zu können", stellte Vereinsvorsitzender Jürgen Boes fest.

In früheren Beratungen war überlegt worden, die jährlich fließende Sportpauschale des Landes zur Verbesserung der Infrastruktur am Gruitener Sportplatz zu benutzen. Davon ist die Politik nunmehr abgerückt. Durch die neue Finanzlösung stehen die Landesmittel nunmehr allen Haaner Sportvereinen zur Verfügung. Meike Lukat, Fraktionschefin der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH), forderte, dass der Sportausschuss in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr über die Verwendung der Sportpauschale aus den Jahren seit 2015 befinden solle.

In seiner Haushaltsrede freute sich Jens Lemke (CDU) über den einstimmigen Beschluss pro Sportheim.

(-dts)