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Stadt Haan will Stellen auf Zeit für Krankheits-Ausfälle schaffen

Neuer Plan : Stadt will Vertretung für erkrankte Mitarbeiter

Immer wieder fallen Berufstätige mit längerfristigen Krankheiten aus. Manchmal vergehen Monate, in denen die Stellen unbesetzt bleiben. Diesem Problem will die Stadtverwaltung Haan zu Leibe rücken.

Dienstagabend beriet der Unterausschuss für Organisation, Personal und Controlling erstmals über einen Vorschlag,  über den am 9. April derStadtrat entscheiden soll. Er sieht vor, drei neue Stellen zu schaffen, die genau jene längerfristigen Ausfälle kompensieren sollen. „Damit soll sichergestellt werden, dass die Aufgaben in denjeweiligen Fachämtern nicht unerledigt bleiben“, heißt es in der Vorlage. Außerdem solle vermieden werden, dass das verbliebene Personal in den Fachämtern neben der eigenen Arbeit dauerhaft mit zusätzlichen Aufgaben der erkrankten Kollegen belastet wird. Diese Dauerbelastung führt zu weiteren personellen Ausfällen, befürchtet die Stadt.

Funktionieren soll das Ganze wie folgt: Das befristet eingestellte Personal erhält in der Regel einen Arbeitsvertrag bis zu einem Jahr. Sollte der fehlende Beschäftigte wegen seiner Erkrankung innerhalb eines Jahres nicht wieder arbeitsfähig sein, wird der befristete Arbeitsvertrag verlängert. Zusätzliche Personalkosten entstehen laut Verwaltung dadurch nicht, da die auf Dauer erkrankten Beschäftigten  in der Regel bereits aus der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall „gefallen“ sind.

Diese Maßnahme wird das Krankheitsproblem nicht grundsätzlich lösen. Denn: Bei dem derzeit bestehenden Fachkräftemangel und der hohen Beschäftigungsquote auf dem Arbeitsmarkt wird es zunehmend schwerer bzw. ist es teilweise nicht mehr möglich, geeignetes Personal für die krankheitsbedingt vakanten Stellen zu finden.