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Stadt Haan plant höhere Gebühren für Leistungen der Feuerwehr

Stadt Haan plant höhere Gebühren : Krankentransporte und Rettungseinsätze bald teurer

Brandschau und gutachterliche Leistungen der Feuerwehr werden in der Stadt Haan im kommenden Jahr voraussichtlich teurer. Dafür hat sich am Dienstag der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig ausgesprochen.

Zuletzt wurde die Satzung 2016 angepasst. Damit steigen die Kosten für eine Brandschau von bislang 60,20 Euro auf 75,20 Euro, was eine Erhöhung von fast 25 Prozent bedeutet. Weniger stark gestiegen, nämlich um knapp 13 Prozent, sind die Kosten für gutachterliche Leistungen von bislang 92,20 Euro auf 103,80 Euro.

Auch für eine Anpassung der Krankentransport- und Rettungsdienstgebühren stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig. Denn im Ergebnis müssen um rund 200.000 Euro  höhere Einnahmen erzielt werden,  um die Kosten zu decken. Zuletzt stieg die Anzahl der Krankentransporte von 1646 im Jahr 2019 auf 1929 in 2020. Dafür gingen im vergangenen Jahr die Rettungseinsätze merklich zurück von 3411 (2019) auf 2756 (2020). Für das Jahr 2021 erwartet die Verwaltung ein Einsatzaufkommen, das im Krankentransport knapp unter den Zahlen von 2019 liegt, anders als im Rettungsdienst. Hier sind schon jetzt, im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre, ein steigendes Einsatzaufkommen abzuzeichnen.

Ebenso stimmten die Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss über den Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Mettmann ab, der in der Stadt einen Mehrbedarf von 1,8 Stellen sieht; darin inbegriffen eine volle Stelle als Praxisanleiter für die Ausbildung von Notfallsanitätern. In Haan ist diese Stelle derzeit mit einem Anteil von 0,3 besetzt. Aufgrund der Refinanzierbarkeit des Rettungsdienstes und des Krankentransportdienstes (über die Gebührenhaushalte) wirkt sich die Umsetzung für die Stadt allerdings kostenneutral aus.

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Über eine Aufwandsentschädigung dürfen sich künftig aber auch die Leiter der Kinderfeuerwehr freuen. Knapp 350 Euro soll es für den Posten des Kinderfeuerwehrwarts geben, knapp 175 Euro stünden seinem Stellvertreter zu. Pro Jahr. Die Regelung geht zurück auf einen Beschluss aus dem Jahre 2016. Damals war festgelegt worden, dass Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr – nach Aufgabe in den Prozentsätzen unterschiedlich – entsprechend der Aufwandsentschädigung eines Ratsmitglieds (derzeit monatlich 290,20 Euro) eine Zahlung erhalten; der Wehrführer 100 Prozent, Stellvertreter 60 Prozent, Zugführer oder Jugendfeuerwehrwart 30 Prozent, Stellvertreter 15 Prozent, Für die Kinderfeuerwehrleitung werden jetzt 10  Prozent, für die Stellvertretung 5 Prozent gewährt.