Säureangriff auf Innogy-Vorstand in Haan: Spurensuche geht weiter

Ermittlungen in Haan: Erneute Spurensuche nach Säureanschlag auf Innogy-Vorstand

Säureangriff in Haan: Finanzvorstand von Innogy schwer verletzt, Täter auf der Flucht

Nach dem Säureanschlag auf den 51-jährigen Innogy-Manager aus Haan sucht die Mordkommission erneut nach Spuren am Tatort. Mittlerweile sind zwei Dutzend Hinweise bei der Polizei eingegangen.

Die Beamten der "MK Säure" haben am Samstagmittag zusammen mit rund 30 Beamtinnen und Beamten einer Einsatzhundertschaft noch einmal den unmittelbaren Tatort am Karl-August-Jung-Platz sowie ein benachbartes Grundstück abgesucht, um weiteres Spurenmaterial zu finden. Mögliche Spuren wurden sichergestellt und werden nun untersucht.

Desweiteren befragten Ermittlerteams auch am Sonntagmorgen am Tatort und im nahen Umfeld Passanten, die dort unterwegs waren, ob sie etwas Ungewöhnliches am vergangenen Sonntagmorgen zur Tatzeit beobachtet oder möglicherweise gehört haben. Am Freitag wurden zahlreiche Fahndungsplakate in Haan aufgehangen.

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Nach bisherigen Ermittlungen wurde der 51 Jahre alte Manager Bernhard Günther am Sonntag gegen 9 Uhr von zwei Unbekannten angegriffen, zu Boden gerungen und mit Säure überschüttet. Die Täter liefen davon. Das Opfer konnte nach Hause laufen, erlitt aber schwerste Verletzungen. Der Gesundheitszustand des Mannes ist derzeit stabil.

Insgesamt sind bis Sonntag rund zwei Dutzend Hinweise bei der Polizei eingegangen. Die Auswertung dauert an. Auch die Vernehmungen und Befragungen sind noch nicht abgeschlossen. Die MK ermittelt weiterhin in alle Richtungen.

(skr)
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