Anschlag auf Innogy-Manager Ermittler halten sich nach Säure-Attentat in Haan weiter bedeckt

Haan · Der Säure-Anschlag auf Top-Manager Bernhard Günther in Haan bei Düsseldorf bleibt mysteriös. Vor drei Wochen war der Finanzvorstand beim Brötchenholen mit Säure überschüttet worden. Warum und von wem, ist vollkommen unklar.

Haan: Säure-Anschlag auf Innogy-Manager Bernhard Günther
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Säure-Anschlag auf Innogy-Manager in Haan

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Foto: dpa, bt gfh

Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt, sagte die Wuppertaler Staatsanwältin Dorothea Tumeltshammer auf Anfrage. "In manche gucken wir etwas genauer." Es gebe einige sichergestellte Dinge vom Tatort, die man den Tätern zurechne. Welche Dinge dies sind, wollte die Staatsanwältin nicht sagen.

Medienberichten zufolge sind darunter ein Handschuh und der Behälter, in dem die Säure aufbewahrt wurde. "Dazu äußern wir uns nicht", hieß es. Aus der Bevölkerung seien nachträglich noch ein Dutzend Hinweise eingegangen. "Für ein Phantombild reicht es aber nicht", sagte Tumeltshammer.

Tat wird als versuchter Mord eingestuft

Die Mordkommission "Säure" hatte in dem Villenviertel, in dem sich das Verbrechen ereignete, Plakate verteilt. Weder der Manager noch seine Familie hatten konkrete Hinweise auf die Täter geben können.

Der 51-Jährige hatte schwerste Verletzungen erlitten und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Die Tat wurde als versuchter Mord eingestuft. Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand machten die Ermittler keine Angaben.

Der Innogy-Finanzchef war bereits vor sechs Jahren überfallen worden.<br />Damals wurde er beim Joggen zusammengeschlagen. Die Tat geschah ebenfalls an einem Sonntagmorgen auf einem abgeschiedenen Fußweg. Sie konnte nicht aufgeklärt werden.

(hpaw/lnw)