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Regionalplan berücksichtigt Haaner Interessen

Haan : Nur zwei Potenzialflächen in Haan

Die Gartenstadt Haan braucht nach Berechnungen der Bezirksregierung Düsseldorf in den nächsten 20 Jahren 1400 neue Wohnungen. Der Fachausschuss soll am 26. Mai die Offenlage für das Bürgerhaus-Areal in Gruiten beschließen.

„Der allgemein große Wohnbedarf im Umland von Düsseldorf wird von der Stadt Haan nicht in Abrede gestellt“, erklärt Erster Beigeordneter und Technischer Dezernent Engin Alparslan: „In Haan kann er zum Teil durch die vorhandenen Potentiale im Innenbereich und durch die Flächennutzungsplanreserven gedeckt werden.“

Haan ist im neuen Regionalplan nur mit zwei Flächen vertreten, den Anregungen der Gartenstadt wurde entsprochen. Das heißt: Die landwirtschaftliche Fläche Kampstraße wird nicht als potenzielle Wohnbaufläche aufgelistet. Die Stadt Haan hatte darauf hingewiesen, dass der Stadtrat keine Entwicklung außerhalb des vorhandenen Siedlungsrandes in Richtung Ittertal wünscht. Die Kommune könne den lokalen Wohnraum-Bedarf mit den bestehenden Reserven decken, stellt die Bezirksregierung Düsseldorf fest.

Die zweite Wohnbau-Fläche, die der Regionalplan für Haan ausweist, ist das Bürgerhaus-Areal in Gruiten. Dort sind rund 100 Wohnungen geplant, davon sollen mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert werden also Sozialwohnungen werden. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr sollen am 26. Mai die Offenlage für den geänderten Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan beschließen. Vor etwa dreieinhalb Jahren hatte der Stadtrat die Pläne verabschiedet. Wenn der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt hat, wird ein Investorenauswahlverfahren stattfinden, teilt die Stadt mit. Vor 19 Jahren wurde das Gruitener Hallenbad geschlossen, das nebenstehende Bürgerhaus an der Düsselberger Straße vor acht Jahren.