Plansch-Vergnügen für Bello, Fiffi &Co. im Freibad

Haan/Solingen : Plansch-Vergnügen für Bello, Fiffi &Co.

Großer Andrang beim Hundeschwimmen: Das Freibad Ittertal konnte nach dem Saison-Abschluss für Zweibeiner am Wochenende ideale Wetter- und Wasser-Bedingungen zum Saison-Auftakt für bellende Vierbeiner bieten.

Im großen Becken des Schwimmbads Ittertal tummelten sich an diesem Sonntag ganz ungewohnte Badegäste. Anstatt lachender und schreiender Kinder, stürzten sich bellende Hunde in die erfrischenden Fluten.

Die Sonne sorgte an diesem Spätsommertag noch einmal für die passenden Badetemperaturen. So fanden sich viele Menschen mit ihren Hunden ein, um bei der Eröffnung der Hundeschwimm-Saison dabei zu sein. „Wenn die Schwimmbad-Saison für Menschen aufhört, fangen wir an“, erklärte Katja Seidel, Vorsitzende des Haaner Vereins „Kötergedöns“, der das Hundeschwimmen organisiert.

„Ich bin früher selbst oft hier im Ittertal schwimmen gegangen“, erzählte Seidel. 2015 kam sie dann mit dem Leiter des Freibades ins Gespräch und schnell wurde die Hundeschwimm-Saison ins Leben gerufen. 2016 folgte die Gründung des Vereins „Kötergedöns“. „Wir vermitteln keine Hunde“, sagt Katja Seidel, „wir unterstützen andere Tierschutzvereine, wie Tiertafeln.“

Außerdem organisiert der Verein Veranstaltungen rund um Hunde, wie eben das Hundeschwimmen. Auch die Köteroase, ein Hundefreizeit-Platz im Schillerpark, wurde von „Kötergedöns“ realisiert. Seit dem Frühjahr können Hundebesitzer hier mit ihren Hunden einen Parcours durchlaufen, der die Hunde in ihrer Feinmotorik schult, genauso wie die Konzentrationsfähigkeit fordert. „Der Platz wird sehr gut angenommen“, freut sich Katja Seidel. „Viele gehen in der Mittagspause auf den Platz und leiten ihre Hunde durch den Parcours.“ Er sei eine gute Alternative, wenn es mal keine Möglichkeit für einen Spaziergang im Wald gebe, mit dem Hund gedanklich zu arbeiten. „Der Platz ist auch nicht verdreckt“, betont die Vorsitzende. „Die Leute geben sich Mühe, es ist weit besser, als wir erwartet hatten.“ Eine Erfolgsgeschichte also.

Genauso ist es mit dem Hundeschwimmen. Auch hier sind die Hundebesitzer gefragt, denn Sicherheit geht vor. So sollen die Hunde nur über die Treppe ins Becken laufen. Außerdem muss ein Auge auf den eigenen Vierbeiner geworfen werden, dass die Spielereien auf der weitläufigen Wiese nicht zu wild werden. Zu Gast bei der Saison-Eröffnung war auch „Hardys Traum“, eine kleine Hundefutter-Manufaktur aus Solingen. „Hardy hieß der letzte Hund meiner Mutter“, erzählte Jan Frambach. Mit dem Verkauf des Futters in Lebensmittelqualität unterstützt er den Verein „Kötergedöns“. „Die Einnahmen von heute gehen an den Verein“, versicherte er. Ebenso die Spenden für Getränke und Kuchen und die Einnahmen aus den gegrillten Biowürstchen.

„Wir kommen von Neuss und sind jeden Sonntag hier“, erzählte Jessica Müller-Seidel. Ihr Hund Quentin ist ein Schulhund. „Er geht mit mir in den Unterricht“, erklärte die Lehrerin am Berufskolleg in Leverkusen Opladen. „Da muss er sich benehmen.“ Beim Hundeschwimmen durfte er sich dann so richtig austoben. Und das machte Hund und Besitzerin glücklich. So ist das Hundeschwimmen ein Treffpunkt für alte und junge Hunde, egal welcher Rasse – genauso wie für ihre Menschen.

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