Mietspiegel in Haan: Mieten in der Gartenstadt werden teurer

Wohl steigende Mieten in Haan: Mietspiegel kommt im Spätsommer

Meike Opitz, Geschäftsführerin von Haus und Grund Niederberg, geht von steigenden Mieten in der Gartenstadt aus.

Zum 1. Januar fusionierte Haus und Grund Niederberg mit Haus und Grund Wülfrath. Haus und Grund Niederberg ist jetzt die neue gemeinsame Interessenvertretung der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Haan, Erkrath, Mettmann und Wülfrath mit rund 1600 Mitgliedern. Als erstes gemeinsames Projekt kündigte die Eigentümervertretung an, einen neuen Mietspiegel zu erstellen.

Für Haan gilt aktuell die Mietrichtwert-Tabelle des Amtsgerichtsbezirkes Mettmann. Noch ist sie vom September 2015, aber Haus und Grund Niederberg ist schon mitten in der Erstellung eines neuen, wie Geschäftsführerin Meike Opitz versichert: "Es wurde eine umfangreiche Erhebung bei Vermietern durchgeführt und jetzt wird intensiv mit den Mieterschutzbünden verhandelt. Der Mietspiegel gilt dann für die Städte Haan, Mettmann, Erkrath und Wülfrath, da diese im Großen und Ganzen vergleichbare Mieten aufweisen." Opitz geht davon aus, dass der Mitspiegel "vor September" fertig wird. Hilden hatte im vergangenen Jahr einen neuen Mietspiegel erhaltenn.

Haan liegt im Speckgürtel von Düsseldorf und gilt als attraktive Adresse. Opitz geht davon aus, dass die Mieten weiter steigen werden, nennt den Wohnungsmarkt in der Gartenstadt aber "entspannt" und legt sich fest: "Wohnraum ist in Haan für jedes Budget erhältlich." Wer sich die Mieten in Haan ansehen will, komme nicht am Mietspiegel vorbei, denn der sei quasi "amtlich". Das bedeutet, dass er in der Regel "gerichtsfest" ist, da sowohl die Vertreter der Mietervereinigungen als auch Haus- und Grundvertretung zugestimmt haben. Er spielt eine wichtige Befriedungsrolle auf dem Mietmarkt.

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Der Mietspiegel wird insbesondere für zwei Situationen benötigt: Erstens für die Festlegung der Miete zu Beginn des Mietverhältnisses, wobei er hier momentan nur eine ganz besondere Rolle in Erkrath spielt, denn dort gilt die Mietpreisbremse: Das heißt, dass der Vermieter bei einer Neuvermietung maximal 10 Prozent mehr verlangen darf, als der Mietspiegel ausweist. In Haan gilt er dagegen bei der Neuvermietung nur als Orientierungshilfe für Vermieter. "Angebot und Nachfrage bestimmen letztlich den Preis und mit überteuerten Mieten kämen Vermieter in Haan nicht durch", sagt Opitz, denn "Haan ist nicht Düsseldorf".

Zweitens wird der Mietspiegel zu Rate gezogen, wenn Vermieter eine Mieterhöhung durchführen wollen. Dann ist er die Basis zur Begründung. Außerdem spielt der Mietspiegel auch bei der Bewertung eines vermieten Gebäudes eine tragende Rolle, und - bei Arge und Sozialämtern, wenn sie die Mietzuschüsse für Bedürftige festlegen.

(ilpl)