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Haan: Kulturring Haan nimmt jetzt auch jüngere Menschen in den Blick

Haan : Kulturring Haan nimmt jetzt auch jüngere Menschen in den Blick

Jahrzehntelang hat Bernhard Theusen maßgeblich im von ihm 1969 initiierten Kulturring gearbeitet, im Dezember 2014 ist die herausragende Haaner Musiker- und Kulturpersönlichkeit verstorben. Nun hat sich ein neuer Vorstand für den Kulturring gefunden, der seine Aufgabe mit viel Elan und neuen Ideen aufnimmt. Ob Goethes "Faust" im Essener Aalto-Theater, die "Zauberflöte" in der Oper Düsseldorf oder Max Raabe in der historischen Stadthalle Wuppertal - wer Interesse an Musik und Kultur hat, kommt an einer Mitgliedschaft im Haaner Kulturring eigentlich nicht vorbei. Fast vier Jahrzehnte ist es her, dass Bernhard Theussen die Idee hatte, vielschichtige Kulturangebote aus umliegenden Städten einzuholen, um sie interessierten Bürgern anzubieten, inklusive Buchung der Eintrittskarten und gemeinsamer Hin- und Rückfahrt.

"Mein Mann und ich haben das Angebot immer gerne angenommen. Wir haben uns schöne Veranstaltungen ausgewählt, wurden dann ganz entspannt im Bus hin und zurückgebracht und hatten keine Probleme mit der Parkplatzsuche und konnten auch beide mal ein Glas Wein während der Pausen genießen", schwärmt Renate Heepe.

Seit kurzem gehört sie, gemeinsam mit ihrem Ehemann Rolf Heepe, zum neuen Vorstand des Kulturrings. "Bernhard Theusen hat uns ein Riesenvermächtnis hinterlassen. Er hat alles alleine verwaltet. Ich ziehe den Hut vor seiner Leistung. Über 900 Mitglieder hat der Kulturring und er hat alles noch schriftlich und auf dem Postweg erledigt", sagt Vorsitzender Rolf Heepe. Das soll sich jetzt teilweise ändern. "Wir haben gerade unseren ersten Internetauftritt freigeschaltet." Natürlich bleibt Vieles wie es war. Denn der größte Teil der Mitglieder ist älteren Semesters und verfügt nicht über Computer. So wird das monatliche Programms auch weiterhin per Post zugestellt.

Derzeit bietet der Kulturring 49 Veranstaltungen aus den Bereichen Schauspiel, Oper, Comedy, Ausstellung, Jazz und/oder Orgelkonzerte an, zu normalen oder leicht vergünstigten Eintrittspreisen. Verwaltungs- oder Fahrtkosten fallen nicht an. Die Mitgliedschaft kostet sechs Euro im Jahr..

Die Auswahl der Angebote trifft ein Teil des Vorstandes zusammen mit kulturerfahrenen Mitgliedern. "Natürlich achten wir vor allem auf die ältere Zielgruppe. Wir wollen zunehmend aber auch junge Menschen ansprechen." Der geplante Besuch des Gastspiels von Johann König, (selbsternannte "depressive Stimmungskanone aus Köln") am 26. Februar 2016 in Wuppertal, könnte ein erster Schritt sein. Der 43-jährige Comedian ist besonders bei Gleichaltrigen und jüngeren Fans beliebt.

(dani)