1. NRW
  2. Städte
  3. Haan

Kritik an Warnecke wegen Grundsteinlegung in Gruiten wird lauter

Grundsteinlegung Grundschule Gruiten : Kritik an Bürgermeisterin wird lauter

Die offizielle Grundsteinlegung für den Neubau der Grundschule Gruiten erregt die Gemüter. WLH und SPD kritisieren, dass zu dem Termin ausschließlich CDU-Mitglieder eingeladen waren.

Die Kritik an Bürgermeisterin Bettina Warnecke wird lauter. Nachdem sich am Donnerstag bereits SPD-Fraktionschef Bernd Stracke verwundert darüber gezeigt hat, dass zur Grundsteinlegung für den Neubau der Grundschule Gruiten laut den Sozialdemokraten nur CDU-Politiker eingeladen worden waren, hat sich nun WLH-Chefin Meike Lukat zu Wort gemeldet: „Mit großem Bedauern mussten wir jetzt feststellen, dass die Bürgermeisterin nur Mitglieder der CDU-Fraktion von der Grundsteinlegung am 24. Juni informiert hatte. So wurde es eine ,CDU-Bürgermeisterin-Wahlwerbeveranstaltung’ anstatt eines ,Rat und Verwaltung haben gemeinsam etwas geschafft’-Termins“, erklärt sie. Warnecke hatte zur Grundsteinlegung die Vorsitzenden des Bildungsausschusses und des Bauausschusses eingeladen. Monika Morwind (Bildung) und Tobias Kaimer (Bau) haben beide ein CDU-Parteibuch.

Der Neubau der Grundschule sei in Haan von allen Haaner Fraktionen mitgetragen worden. Daher können Lukat und Stracke nicht nachvollziehen, warum nicht Vertreter aller Parteien eingeladen waren. Außerdem habe Warnecke es auch nicht „für nötig gehalten, weder im Haupt- und Finanzausschuss noch am Abend vor der Grundsteinlegung den Stadtentwicklungsausschuss über das Ereignis zu informieren. Das ist innerhalb kurzer Zeit bereits zum wiederholten Male, dass die Fraktionen im Rat nicht über einen wichtigen Termin informiert worden sind“, erklärte SPD-Fraktionschef Bernd Stracke. „Das fragwürdige Verhalten der Bürgermeisterin widerspricht ihrer Neutralitätspflicht und ist einer guten Zusammenarbeit im Rat abträglich.“ Das Problembewusstsein der Bürgermeisterin müsse dafür deutlich geschärft werden.

Die Grundschule in Gruiten soll für mehr als 10,6 Millionen neu gebaut werden. Im ersten Bauabschnitt sollen die Bereiche der Schulverwaltung und die Unterrichtsräume errichtet werden. Die Schule zieht in den Sommerferien 2021 dort ein, damit das alte Gebäude schadstoffsaniert und abgebrochen werden kann. Während der zweite Bauabschnitt fertiggestellt wird, findet in der erweiterten Containeranlage der restliche Ganztagsbetrieb der Schule statt. Für Herbst 2022 ist dann die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme geplant. 187 Schüler werden in acht Klassen unterrichtet –  108 besuchen den offenen Ganztag.

(tobi)