Haan: Kreisel-Kunstwerk entsteht Stück für Stück

Haan: Kreisel-Kunstwerk entsteht Stück für Stück

Die Kupfer-Schatulle für die Zeitdokumente ist fertig. Derzeit wird das Fundament gegossen.

Gut Ding will Weile haben. Tatsächlich ist Stahlartkünstler Michael Schrader aber jetzt in der abschließenden Phase der Vorbereitungen für die Installation der Stahlskulptur am Ostermann-Kreisel in Haan-Ost. "Es wird spannend", sagt Schrader. Das Beton-Fundament für die 7,50 m hohe Stahlskulptur wird derzeit in der Kreiselmitte gegossen. Im Zentrum des Fundaments wird Anfang Mai die sogenannte Zeitkapsel aus Kupfer eingelassen, die mit wichtigen Dokumenten bestückt werden soll.

Hergestellt wurde die Kapsel vom Haaner Dachdeckermeister Marcel Kruck, dessen Unternehmen schon seit mehr als 20 Jahren in Haan tätig ist. "Es war für mich eine Ehre", sagt der Dachdecker. Neben allen Details über die Entstehung und Geschichte der Stahlskulptur soll die 70 cm lange Kapsel noch mit weiteren wichtigen Zeitdokumenten bestückt werden. Die tagesaktuelle Rheinische Post, andere große deutsche Tageszeitungen sowie der Haaner Treff werden hereingesteckt.

Ein Foto der Bürgermeisterin, die Haaner Stadt- und Kirchengeschichte, eine Drohnen-Luftaufnahme von Haan und Gruiten und aktuelle Münzen kommen auch herein. Michael Schrader wünscht sich zusätzlich Ideen der Haaner Bürger, welche zeitgeschichtlichen kleinen Gegenstände noch in die Kapsel hineingegeben werden können. Auf jeden Fall wird das Max Planck Institut noch eine Metallmedaille zur Verfügung stellen, die das Logo der Stahlhersteller der Eisenhüttentechnik ist.

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Das Institut für Eisenforschung wird als Zeichen der gegenwärtigen Spitzentechnologie außerdem einen 3D Druck der Metallplatte zur Verfügung stellen. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse werden zusätzlich als Digitalstick in die Kapsel eingefügt. Neben der Firma Ostermann sind noch viele Haaner Unternehmen am Projekt Stahlskulptur am Ostermann-Kreisel beteiligt. Die Sponsoren werden am Kreisel auf kleinen Schildern namentlich genannt.

Schraders Aktion wird vom Kunstprojekt C30, einem Fachgremium von Eventmanagern und Kunsthistorikern, unterstützt und begleitet. Gegenwärtig ist die Kupferkapsel im Studio des Stahlartkünstlers Michael Schrader an der Kaiserstraße 88 zu besichtigen.

(gund)