Kplus-Gruppe befördert Kai Siekkötter

Hilden : Kplus-Gruppe befördert Kai Siekkötter

Die Krankenhaus-Standorte in Solingen-Ohligs, Haan und Hilden sollen enger zusammengebracht werden.

() Kai Siekkötter, kaufmännischer Direktor des St.-Josefs-Krankenhauses Hilden und des St.-Josef-Krankenhauses Haan, ist in der Kplus-Gruppe befördert worden. Gemeinsam mit den Konzern-Geschäftsführern Andreas Degelmann (Sprecher) und Wolfram Bannenberg ist Siekkötter zum Geschäftsführer für das St. Josef Krankenhaus Haan, das St. Josefs Krankenhaus Hilden und die St. Lukas Klinik in Solingen bestellt worden. Der Krankenhaus-Direktor der St. Lukas Klinik in Ohligs, Johannes Wecker (39) ist ausgeschieden. Das hat eine Klinik-Sprecherin auf Nachfrage bestätigt: „Johannes Wecker ist nicht mehr für die St. Lukas Klinik tätig.“ Der Grund: „Die Führungsstruktur innerhalb der Kplus-Gruppe und ihrer Einrichtungen wurde zum Jahreswechsel verändert“, heißt es aus dem Krankenhaus.

Mit der neuen Struktur sollen die drei Krankenhaus-Standorte nach eigenen Angaben enger zusammengebracht „und gleichzeitig Entscheidungswege verkürzt werden“.

Wecker war seit Mitte 2015 Chef der St. Lukas Klinik. Sie gehört – wie die beiden Krankenhäuser in Hilden und in Haan – zur katholischen Kplus-Gruppe mit Sitz in Solingen, die mit ihren 3200 Mitarbeitern in 30 Kliniken, Senioreneinrichtungen, Praxen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens zu den größten Anbietern für Medizin und Pflege in der Region gehört.

In seiner Zeit als Klinik-Direktor war Johannes Wecker durchaus erfolgreich: Vor exakt einem Jahr meldete er zum ersten Mal in der Geschichte der St. Lukas Klinik, dass dort mehr als 12.000 Patienten innerhalb eines Jahres stationär behandelt wurden. Damit verzeichnete das Krankenhaus die höchsten Zuwachsraten unter den Solinger Krankenhäusern.

Den Wachstumskurs der St. Lukas Klinik führte Wecker vor allem auf die verstärkte Spezialisierung seines Hauses zurück. Die Steigerungen seien vor allem auf die Entwicklungen in den Abteilungen Innere Medizin, Neurologie und Geriatrie (Behandlung älterer Patienten) zurückzuführen.

Wecker strebte als Direktor eine engere Zusammenarbeit mit dem Städtischen Klinikum in Solingen an. Er plane ein gemeinsames Kopf-Hals-Tumor-Zentrum, kündigte Wecker im Januar vergangenen Jahres an. Er wolle eine „Kooperation auf Augenhöhe“ zwischen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie seines Hauses und der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Klinikums. Hier allerdings zeigt man sich bisher für einen starken Ausbau der Zusammenarbeit eher zurückhaltend.

Hintergrund: Die Solinger Kplus-Gruppe und die Neusser St. Augustinus-Gruppe (beide katholische Träger) prüfen aktuell sehr konkret einen Zusammenschluss Die St.-Augustinus-Gruppe beschäftigt rund 5400 Mitarbeiter an insgesamt 85 Standorten. Die Kplus-Gruppe versorgt nach eigenen Angaben jährlich rund rund 100.000 Patienten an  fünf  Klinik-Standorten in der Region.

(Boll)