Kommentar: Kommunikation mit Störungen

Kommentar : Kommunikation mit Störungen

Die Haaner Politik hätte gern gehört, wie die Telekom gedenkt, bekannte weiße Flecken im Versorgungsgebiet mit ordentlichen Bandbreiten zu versorgen. Tatsächlich hörte sie von den Repräsentanten des Unternehmens, dass der Ausbau des Netzes in der Gartenstadt vollendet ist.

Lücken würden allenfalls geschlossen, wenn die Arbeiten ausgeschrieben werden; das könnte durch die Stadt geschehen oder aber durch die Gemeinschaft der noch nicht versorgten Bürger.

Die Haaner Politik hätte auch gern erfahren, warum Solingen-Wald schon jetzt mit 250 Mbit versorgt ist, für das Haaner Zentrum aber kein Zielzeitraum genannt wurde.

An der Akustik im Saal kann es nicht gelegen haben, dass die Unternehmens-Vertreter klar gestellte Fragen überhört hätten. Sie antworteten lieber mit Allgemeinplätzen oder verwiesen auf Unternehmensdaten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Die Haaner Politik bekam nicht die vielleicht erhofften Signale, dass Lösungen zu erkannten Problemen gemeinsam angegangen werden könnten. Und spezielle Einzelheiten zu den großen Versorgungsschwierigkeiten von drei Grundstücken an der Flurstraße wurden später in privater Runde auf dem Flur erörtert. - Das Ganze könnte auch als Kommunikationsstörung gesehen werden.

Ralf.Geraedts@Rheinische-Post.de

(RP)