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Kindersachenbörse im Jugendhaus Haan

Haan : Im Jugendhaus gibt es viele Schnäppchen

Kindersachenbörse lockt Besucher aus der ganzen Region. Im Herbst heißt es wieder „Weiberkram“.

Die Kindersachenbörse im Jugendhaus stieß auf gute Resonanz. Bereits zu Beginn stöberten Schnäppchenjäger in der üppig gefüllten Auslage der Hobbyverkäufer. Auch Kinder boten ihre ausrangieren Spielsachen, Puppen, Puzzle und Bücher an und feilschten mit den Besuchern um den besten Preis.

Auf einen mit einem dunklen Tuch bedeckten Tisch, hatte der siebenjährige Niklas seine Feuerwehrstation, mit sämtlichen Autos und Figuren drapiert, sowie das Puppenspiel von Schwester Nele. In einer kleinen Box stapelten sich Mini-Dinos, weiter hinten lagen die Puzzles aus, an der Seite hielt der junge Händler einige Bücher und gut erhaltene Kinderkleidung bereit. Das Aussortieren der nicht mehr genutzten Spielsachen war Niklas nicht schwergefallen und Flohmarkt-Erfahrung, so erzählte er selbstbewusst, habe er auch schon. Oma Ingrid Kreitzberg, die ihren Enkel auf der Kindersachenbörse begleitete und ab und an mal Starthilfe im Gespräch mit potenziellen Kunden leistete, musste bei den Ausführungen des Jungen schmunzeln. Es hatte nämlich gar nicht lange gedauert, noch bevor er sein erstes Teil verkaufte, da hatte Niklas längst ein neues Lieblingsstück, einen biegsamen Transformer, bei den Mitbewerbern erblickt und gleich zugeschnappt. Ihm widmete der Siebenjährige dann auch die meiste Aufmerksamkeit. Oma übernahm das Geschäft, zumindest versuchte sie es: Marianne Horstmann war auf der Suche nach einer Kleinigkeit für die Enkelkinder. Wenn die Kleinen bei ihr zu Besuch sind, hat sie gerne einige Spiele parat, besonders für die fünfjährige Enkelin. „Da habe ich was ganz Tolles“, stieg Kreitzberg ins Verkaufsgespräch ein. „Dieses Puppenspiel mit den vielen Figürchen ist der Renner bei den Kindern. Meine Enkelin hat unheimlich gerne damit gespielt“, warb sie gekonnt und holte sich zur Bestätigung, den Enkel dazu. „Nicht wahr, Niklas?“ Der schaute kurz auf und überraschte: „Nein, damit hat Nele überhaupt nicht mehr gespielt“, erwiderte Niklas mit kindlicher Unschuld. Horstmann musste amüsiert lachen. Am Ende entschied sich Marianne Hostmann  für ein Puzzle und freute sich über das Schnäppchen. Die Kindersachenbörse besuche sie regelmäßig, „weil immer schöne Sachen dabei sind und man hier auch gemütlich Kaffeetrinken kann.“

 Auch Organisatorin Ingrid Maier freute sich über die positive Resonanz. Alle der fast 30 Stände im Erdgeschoss des Jugendhauses waren besetzt, die obere Etage war Kindern und Jugendlichen vorbehalten. Sowohl aus der Gartenstadt, als auch aus Hilden und Solingen kämen Anbieter und Käufer.

Schon jetzt dürfen sich auch die Damen auf den Herbst freuen, denn dann lädt der beliebte „Weiberkram“ im Jugendhaus zum Trödeln ein.