Kids erkunden die Tierklinik Neandertal

Haan : Kinder lernen Tierklinik kennen

Von OP-Räumen und Verbandsmaterial - Kinder erkunden, was zu tun ist, wenn das eigene Haustier mal krank wird.

Eine Entourage aus Kindern und Erwachsenen schlängelt sich ihren Weg durch die Tierklinik in Haan, die im Moment renoviert wird. Allen voran geht immer der charmante Labrador-Mix Popeye und seine Besitzerin Christine Richardson. Die kompetente Tierarzthelferin mit Schwerpunkt Anästhesie führt vorbei an frisch gestrichenen Wänden und Abdeckvlies durch die größte Tierklinik im Umkreis. Aber nicht nur graue Theorie – die Kinder konnten selbst Hand anlegen und sich an Verbänden und Stethoskop ausprobieren.

Insgesamt sechs Kinder aus Erkrath im Alter zwischen 8 und 10 Jahren konnten an einer ereignisreichen Tour durch die Tierklinik Neandertal  an der Landstraße in Haan teilnehmen. Dabei ging es um die Besonderheiten im Umgang mit Tieren und was beim Tierarzt für unsere treuen Begleiter getan werden kann. Begleitet wurden die Jungs und Mädchen von der stellvertretenden Bürgermeisterin aus Erkrath Regina Wedding, der Pressesprecherin der Stadt Erkrath Maria Steinmetz und dem Jugendreferenten Werner Meier. Auch in diesem Jahr stand im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Erkrath der Besuch der Tierklinik auf dem Plan.

Los ging es um 10.30 Uhr an der Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr in Hochdahl. Hier wartete ein rot glänzender Mannschaftstransportwagen auf die Truppe. „So haben die Kinder direkt die Verknüpfung“, sagt Regina Wedding, „schließlich werden oft auch verletzte und entlaufene Tiere von der Feuerwehr eingesammelt und dann zum Tierarzt gebracht.“ „Außerdem macht es den Kindern natürlich auch einfach Spaß“, erzählt Marco Windgasse von der freiwilligen Feuerwehr Erkrath. Er erklärt auch, dass „der kleine Bruder“ der Feuerwehrwagen wesentlich mehr Platz und Komfort bieten und deshalb auch bei der diesjährigen Tour wieder genutzt wurde. „Ihr seid die allerersten in diesem Raum“, teilt Richardson den erstaunten Kindern mit als sie zum ersten Stopp der Tour in einem nigelnagelneuen Behandlungszimmer Halt machen. Zweifellos der Star und Empfänger zahlreicher Streicheleinheiten ist und bleibt Popeye. Mit seiner ruhigen und lieben Art ist der schwarze Mischlingsrüde aus Spanien ein geeignetes Demonstrationsmodell. An ihm zeigt Richardson den Kindern, wie man den Herzschlag abhören kann, eine Pfote fachmännisch verbindet und das Maul auf braune Stellen und Zahnstein untersucht. „Es gibt Spezialgebiete bei uns wie auch bei den Ärzten für Menschen“, erklärt die junge Frau.

Weitere Stationen waren das Labor, wo viele Blutproben untersucht werden. „Aber auch Kot wird hier kontrolliert“ sagt Richardson und zeigt einen konservierten Wurm. „Ekelig“, ist die einhellige Meinung bei Groß und Klein und schnell geht es weiter in den Röntgenraum, wo Besucher eigentlich keinen Zutritt haben. Neben Ultraschall und Röntgengeräten ist vor allem die schwere Schutzkleidung interessant. Ob Röntgenschürze oder Bleibrille, „Schön, ist das alles nicht, aber es hilft gegen die krebserregenden Strahlen“, sagt die Tierarzthelferin.

Nach Hause mitnehmen konnten die Sechs neben Verbandszeug, Mundschutz und OP-Haube, eine Menge zu erzählen und vielleicht auch einen neuen Berufswunsch. „Wenn ich nicht schon stellvertretende Bürgermeisterin wäre...“, scherzt Regina Wedding.

Mehr von RP ONLINE