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Kalkwerke Oetelshofen: Osterholz-Aktivisten wollen weiterkämpfen

Nach dem Urteil zu den Kalkwerks-Plänen an der Stadtgrenze Wuppertal/Haan : Osterholz-Aktivisten wollen weiterkämpfen

Die abgelehnten Eilanträge gegen die Baumfällungen sorgen bei den Baumunterstützern für Unmut. In sozialen Netzwerken wird das Urteil vom Freitag heiß diskutiert.

Die geplante Haldenerweiterung der Kalkwerke Oetelshofen stößt im Vorfeld immer wieder auf Protest. In der vergangenen Woche hatte das Düsseldorfer Verwaltungsgericht die Klagen gegen Baumfäll-Genehmigung abgewiesen. In den sozialen Medien wird das heiß diskutiert.

Auch wenn die Richter den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf vom 25. Mai, durch den die Erweiterung der Halde Oetelshofen an der Stadtgrenze Wuppertal/Haan genehmigt worden war, als rechtmäßig werteten – und somit aus Sicht der Düsseldorfer Behörde der Fällung von rund 1500 Bäumen nichts im Wege steht. Die Besetzung im Osterholzer Wäldchen wird wohl fortgesetzt. Die Mitglieder der Gruppe „Osterholz bleibt“ haben nach dem Gerichtsurteil bei Facebook  zur Unterstützung der Besetzer im Osterholz aufgerufen. „Falls ihr in der Nähe seid, nur hin zum Wald, unterstützt die Menschen“, heißt es in einem der Einträge im sozialen Netzwerk. „Wir werden es nicht hinnehmen, dass 8,5 Hektar Wald gerodet werden“, erklärt ein anderer. „Diese Woche sind wir wieder da zur Unterstützung der Waldbesetzung. Montags bis freitags 6 bis 12 Uhr. Jeder Support ist Gold wert“ – so machen die Aktivisten auch nach der Ablehnung der Eilanträge gegen die Baumfällungen mobil. In einem anderen Beitrag wird das Bild eines Baumes gezeigt. Auf dem Foto ist ein Transparent zu sehen mit den Worten „Ich werde den Wald verteidigen. Du auch?“

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Anlass für die Proteste ist eine  Fläche von fünf Hektar im Osterholz – rund ein Hektar davon auf Haaner Stadtgebiet – auf der etwa 1500 Bäume stehen. Das Kalkwerk benötigt die Fläche für die Erweiterung der Abraumhalde. Die Kläger hatten vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht vor allem geltend gemacht, die Rodung des Waldstücks trage zum globalen Klimawandel bei.