Haan: Jugendliche bekennen sich zu Europa

Haan: Jugendliche bekennen sich zu Europa

Jugendparlament plant eine Müllsammelaktion und nimmt am Bürgerfest teil.

Dominik Budych macht seinen "Job" richtig gut: Weil der Jugendparlamentsvorsitzende Alexander Kraft mitten im Abi steckt und dessen Vertreterin Roxy Zambon erkrankt ist, muss der 17-Jährige nun kurzfristig die Leitung des Maisitzung übernehmen. Souverän führt er durch die Tagesordnung. Für die geplante Müllsammelaktion am 9. Juni gibt es bereits einen konkreten Plan: Erst wird gesammelt, dann - als Anreiz zur Teilnahme - im Jugendhaus gemeinsam gegrillt. Aber, es gibt einen Einwand. "Grillen ist nicht gerade umweltfreundlich, das ist inkonsequent", gibt JuPa-Abgeordnete Meike zu bedenken und regt an , stattdessen gemeinsam Eis essen zu gehen. Die Idee findet Anklang.

Beim Bürgerfest wollen die jungen Stadtvertreter präsent sein, sich und ihre Arbeit vorstellen und für alle Bürger und deren Belange ein offenes Ohr haben. Am Stand sollen Kaltgetränke und Kuchen angeboten werden. Erneut eine Anregung von Meike: "Wie wäre es mit frischen, gesunden Säften? Wir könnten uns so vom Angebot der Masse abheben!"

Beim Tagesordnungspunkt Europa übernimmt Felix das Wort: "Es gibt "pulse of Europe", das sind Menschen, die regelmäßig friedlich für ein einheitliches Europa demonstrieren, da würde ich gerne als Jugendparlamentsvertreter an einem ersten Stammtisch in Haan am 17. Mai teilnehmen und später informieren". Die Idee kommt unter den 11 anwesenden Delegierten gut an, nach Abstimmung wird offiziell beschlossen: wir als JuPa bekennen uns zukünftig eindeutig zu Europa. Außerdem: Zum Flüchtlingstag am 20. Juni wollen die Jugendlichen noch Aktionen erarbeiten. Und: der Bolzplatz am Hülsberger Busch bräuchte ein update. "Dazu müssen wir erst einmal in Erfahrung bringen, wem das Grundstück gehört", gibt Jugenreferent Peter Burek zu bedenken. Einen Antrag auf Kastrationspflicht aller Katzen, den sich Parlamentarierin Meike wünschen würde, findet unter den Jugendlichen keinen großen Anklang. "Das greift doch sehr in die Eigentumsrechte des Einzelnen ein und wir haben ja auch hier in Haan kein übergroßes Katzenproblem", fasst es Dominik zusammen. Unter "Verschiedenes" erteilt der Vorsitzende zwei Damen vom weltweiten Frauennetzwerk Soroptimisten das Wort. " Wir wollen konkret den ganz jungen Mädchen, etwa achte Klasse, beratend und unterstützend zur Seite stehen, Orientierung geben, etwa bei der späteren Berufswahl", erklärt Barbara Teichmann. Die meisten Jugendlichen empfinden die Altersgruppe als zu jung, Meike Lukat rät den Damen, ihr Anliegen beim kommenden Bildungs- und Kulturausschuss am 30, Mai vorzutragen.

(dani)