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JB Car Concept: Haan macht hohe Auflagen für Erweiterung

Wirtschaft in Haan : JB Car Concept: Hohe Auflagen für Erweiterung

Der Planungsausschuss knüpft die gewünschte Nutzung eines Brachgeländes in Haan Ost an Bedingungen. Die Verwaltung soll mit dem Unternehmen die Bauleitplan-Änderung entwickeln.

Am Ende ging nur die GAL in Fundamentalopposition, weil – wie Fraktionschef Andreas Rehm es ausdrückte – „wir es leid sind, immer wieder von Firmen am Nasenring durch die Arena gezogen zu werden“.

Die übrigen Mitglieder des Planungsausschusses stimmten jedoch dafür, die Stadt zu beauftragen, zusammen mit der Firma JB Car Concept ein Bauleitplanänderungsverfahren vorzubereiten. Die Autoprofis, die vom Gewerbegebiet Haan-Ost aus Fahrzeug-Präsentationen und Vergleichstests in aller Welt organisieren, möchten Teile eines angrenzenden Grundstücks nördlich der Bergischen und westlich der Rheinischen Straße kaufen, um dort einen dringend benötigten Parkplatz anzulegen. Dafür müsste jedoch der Bebauungsplan für das Gelände geändert werden, das als Grünfläche ausgewiesen ist. Schärfe in die Debatte brachte zudem die Tatsache, dass der aktuelle Grundstücksbesitzer diese Grünfläche offenbar zuletzt umfangreich gerodet hat.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen hatte JB Car Concept im März einen Antrag zur Änderung des Bebauungsplans gestellt. Die neue Bauleitplanung soll die gewünschten Flächen nun einer gewerblichen Nutzung zuführen. Dabei müsse JB Car Concept im Randbereich aber umfangreiche Pflanzflächen zur Sicherung der bestehenden Grünstrukturen leisten sowie unter Umständen auch Neuanpflanzungen übernehmen, hieß es.

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Neben CDU, WLH und FDP stimmte am Ende auch die SPD im Planungsausschuss dafür, Jarzombek die Erweiterung zu ermöglichen – wollte dies allerdings unbedingt mit dem Zusatz versehen, auf dem künftigen Parkplatz müssten begrünte Carports errichtet werden. Andernfalls, so argumentierte SPD-Politiker Walter Drennhaus, „heizt sich die versiegelte Fläche mit der Blechlawine obendrauf enorm auf und belastet das Mikroklima in der Stadt“. Auch der Hinweis, auf der Fläche stünden Lkw und Pkw im Wechsel, was den Bau von Carports schwierig mache, brachte ihn nicht davon ab.

Das rief den Widerspruch von Meike Lukat (WLH) hervor: „Hier machen Sie solche Auflagen – und bei Daimler, die in Haan 35.000 Quadratmeter Fläche versiegeln und nichts fürs Mikroklima tun, schenken Sie obendrein noch einen schönen Namen (Mercedes-Benz Platz, d. Red.) für die Grundstückseinfahrt“, kritisierte sie: „Das versteht doch kein Mensch mehr.“