Haan: Initiative für weniger Fast Food Müll

Haan : Initiative für weniger Fast Food Müll

Mehrere Mülleimer und Plakate auf dem Gelände von KFC und Burger King werben für "artgerechte Müllhaltung": ein erster Beitrag zur "Sauberen Stadt"

Die Haaner Wirtschaftsförderung wirbt im Industriepark Haan-Ost gemeinsam mit den Unternehmen und Immobilieneigentümern für mehr Sauberkeit. Deshalb wurden jetzt auf dem Gelände der Fast Food Produzenten Burger King und Kentucky Fried Chicken mehrere Mülleimer und Schilder aufgestellt sowie Aufkleber verteilt: "Artgerechte Müllhaltung" fordern sie ein. "Ich habe den Spruch auf Hamburger Mülleimern gesehen und fand das ganz witzig", sagt Elmar Jünemann, der stellvertretende Leiter der Haaner Wirtschaftsförderung. McDonald wollte nicht mitmachen bei dieser Imagekampagne für das in die Jahre gekommene Gewerbegebiet: "Sie haben gesagt, sie hätten ihre eigenen Mülleimer und Servicekräfte fürs Putzen", erklärt er. Die neuen Mülleimer seien natürlich nicht mehr als "ein moralischer Fingerzeig", räumt der Wirtschaftsförderer ein. "Vielleicht sogar eine Null-Nummer." Offenbar sah sich die Stadt genötigt, die Initiative zu ergreifen, denn schon mehrmals hätten Firmen damit gedroht abzuwandern, weil es an der Landstraße besonders dreckig sei, verglichen mit anderen Industriegebieten.

Haan-Ost leide aber auch unter Leerständen wegen mangelnder Infrastruktur und Modernisierungsstaus, unter Platzmangel und Image-Problemen. Sauberkeit ist also nur ein Problem von vielen, aber das soll jetzt angegangen werden: KFC-Restaurantleiter Pascal Vincon schimpft auf die Raben, die gerne nächtens die Mülleimer besuchen und deren Inhalt übers ganze Gelände verstreuen würden. "Wir wollen jetzt Deckel anschaffen, damit das nicht mehr möglich ist", sagt er. Gegen umweltverschmutzende Besucher kann er mit neuen Deckeln natürlich nichts ausrichten. "Wir sind stark daran interessiert, dass hier weniger Müll herumliegt", beteuert er. Auf die Idee, Bußgeld einzutreiben, wenn Kunden ihren Müll auf die Straße werfen, ist die Stadt bisher aber noch nicht gekommen.

"Das wäre vielleicht auch mal eine Maßnahme", räumt Jünemann ein.

(RP)
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