Industriegebiet Haan-Ost: Stadt will keine weiteren Restaurants

Haan : Haan begrenzt Restaurants im Industriepark Ost

Mit einer Änderung des Bebauungsplanes will die Stadt im Industriegebiet Ost Gewerbefläche erhalten.

In den letzten Jahren sind im Industriepark Ost Flächen verloren gegangen, die für produzierendes Gewerbe nützlich gewesen wären. Dort, wo früher ein Autoschloss-Hersteller seinen Sitz hatte, gibt es nun zwei Fastfood-Restaurants, eine Tankstelle und eine Autowaschanlage. Wo früher ein Möbellager bestand, etablierte sich ein großes Asia-Restaurant. Jetzt will die Stadt Haan die industriell nutzbaren Gewerbeflächen bewahren. Per Änderung des Bebauunsplanes „Obere Landstraße“ soll das erreicht werden, was Technischer Beigeordneter Engin Alparslan im Stadtentwicklungsausschuss salopp umriss: „Wir wollen die ungewünschte Fressmeile auf das jetzige Maß beschränken.“

Der Bereich des Bebauungsplanes umfasst die gesamte Industriefläche östlich der Rheinischen Straße. Das Gebiet wird begrenzt durch die Autobahn 46 im Norden, die Straße Bollenheide im Osten, die südlich der Bebauung an der Landstraße landwirtschaftlich genutzten Flächen im Südosten und die Landstraße im Süden sowie durch die westlich der Rheinischen Straße gelegene Gewerbebebauung. Die Möbelmärkte Ostermann und Trends gehören nicht mehr zum Plangebiet, seit für deren Terrain ein eigener Plan entwickelt wurde.

Das Industriegebiet Haan-Ost ist heute bis auf eine Betriebserweiterungsfläche und eine freie Gewerbeeinheit von knapp einem Hektar Größe komplett bebaut.

Es ist mittlerweile zehn Monate her, dass das Asia-Ming-Restaurant an der Landstraße in Haan ausbrannte. Das Feuer war durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Der Wiederaufbau ist inzwischen schon weit fortgeschritten. Obwohl der Zeitplan – für die Wiedereröffnung war der Jahreswechsel 2018/19 angepeilt – gründlich verfehlt wurde. Das Restaurant entstand damals auf Flächen, die zuvor vom Möbelhandel als Lager genutzt waren. Aber: Durch die Umnutzung ging Gewerbefläche verloren. Ein Grund für die Entwicklung: Für Grundstückseigentümer scheint die Gastronomie- oder Handelsnutzung bessere Renditen zu bringen. Die Stadt aber kann ihrerseits den Flächenbedarf kaum decken, den emissionsproblematische Betriebe haben

Die vorhandenen gastronomischen Betriebe sollen im Bestand erhalten werden. Dass ausnahmsweise eine Erweitererung zulässig sein soll, stellte Andreas Rehm (GAL) in Frage. „Wir wollen konkret Entwicklungen begrenzen und einer Salamitaktik vorbeugen!“

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