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In Haan wird Willkommenskultur gelebt​

Ukraine-Flüchtlinge in Haan : In Haan wird Willkommenskultur gelebt

Die Gastfamilien in Haan beweisen täglich ihre Solidarität mit den Geflüchteten. „Ich bin sehr dankbar, wie hier in Haan Willkommenskultur jeden Tag gelebt wird. Nicht lange nachdenken, sondern machen“, sagt Bürgermeisterin Bettina Warnecke.

Seit fast vier Monaten tobt in der Ukraine ein menschenverachtender Krieg, der immer mehr Opfer fordert und immer mehr Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen. Derzeit ist kein Ende absehbar. Allerdings ist klar, dass viele Orte so zerstört sind, dass dort für etliche Jahre niemand mehr leben kann. In Haan hat es, wie bereits bei vorherigen Fluchtbewegungen, eine breite Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft für die Menschen gegeben, die als Kriegsvertriebene aus der Ukraine bei uns angekommen sind, teilt die Stadt Haan mit.

Viele Privatpersonen hätten sich bereit erklärt, Heimatlose bei sich aufzunehmen. Nach dem letzten Stand seien insgesamt 174 Personen aufgrund privaten Engagements dezentral über das Stadtgebiet verteilt untergebracht. Dadurch konnte es bis heute vermieden werden, Menschen in die Notunterkunft einzuweisen, die in der Sporthalle an der Adlerstraße eingerichtet werden musste. Insbesondere Frauen und Kindern bleibt damit eine Situation erspart, in der viele Menschen ohne hinreichende Privatsphäre auf engstem Raum zusammenkommen, wo nur ihre elementaren Bedürfnisse befriedigt werden können.

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Die Stadtverwaltung sei sehr dankbar dafür, dass viele Kriegsvertriebene privat untergebracht seien und so auch versorgt werden können. Den Gastfamilien stehen Ansprechpartner im Amt für Soziales und Integration für alle anfallenden Fragen zur Verfügung. Zudem fanden bereits mehrere Austauschtreffen für die Gastfamilien statt. Bürgermeisterin Bettina Warnecke findet Worte höchster Anerkennung für dieses bürgerschaftliche Engagement: „Ich bin sehr dankbar, wie hier in Haan Willkommenskultur jeden Tag gelebt wird. Nicht lange nachdenken, sondern machen! Damit beweisen die Gastfamilien täglich ihre Solidarität mit den Geflüchteten und zeigen das freundliche Gesicht der Bundesrepublik Deutschland und der Gartenstadt Haan.“

Beigeordnete Annette Herz ergänzt: „Viele Haushalte haben bereits vor etlichen Wochen Vertriebene aufgenommen und leben seitdem mit Menschen aus einem anderen Land zusammen. Überwiegend klappt das sehr gut. Dennoch appelliere ich an alle Gastfamilien, ihr Engagement solange aufrechtzuerhalten, bis eine Anschlussunterbringung gefunden wurde.“