Im Haaner Grünzug soll auch Fitness wachsen

Haan : Im Grünzug soll auch Fitness wachsen

Am Technologiepark Haan sind fünf Übungsstationen errichtet worden. Unternehmen sponsern das Projekt.

Demnächst könnten Beschäftigte von Unternehmen aus dem Technologiepark Haan eine aktive Mittagspause einlegen. Oder Spaziergänger im Grünzug entlang der Millrather Straße stählen durch verschiedene Übungen ihre Muskeln. Derzeit werden an dem asphaltierten Weg Fitnessgeräte aufgebaut.

An Edelstahlbügeln können die sportlichen Nutzer oder solche, die es noch werden wollen, Liegestütze und Klimmzüge machen, also ihre Schulter-, Brust-, Arm- und Rumpfmuskulatur kräftigen. Ein Gerät bietet Rollen, an denen Muskeln von Rücken oder Nacken gelockert werden können. Eine Station bietet zweimal zwei Scheiben, die mit beiden Händen in Rotation gebracht werden können, wodurch Arme und Schultern gekräftigt und gelockert werden können.

Drei der Fitnessstationen entstanden zwischen Lindenweg und Niederbergischer Allee. Zwei weitere Trainingsplätze gibt es zwischen Lindenweg und dem Birkensauna-Parkplatz. Montag wurde auf einem bereits vor Wochen gegossenen massiven Betonfundament eine Station montiert, an der die Nutzer bei Situps ihre Bauchmuskeln stählen und gleich nebenan etwas für die Rückenmuskeln tun können. Ein Stückchen weiter können Hobbysportler auf eine Ruderpartie gehen.

Spaziergänger schauten jeden Tag nach dem Stand der Dinge. Gut zwei Wochen bewegte sich nichts mehr auf den mit Flatterband abgesperrten Baubereichen. Außer dass die Wildkräuter wieder wuchsen, die für die Arbeit stellenweise abgemäht worden waren. Die Absperrung war stellenweise heruntergerissen worden – denn die Sitzecken werden an den frühsommerlichen Abenden zuweilen genutzt.

Die neuerliche Entwicklung sorgte bei Passanten für Überraschung. Denn als vor knapp einem Jahrzehnt die Planung für den Grünzug in den politischen Gremien vorgestellt wurde, verzichteten die Politiker ausdrücklich auf die Fitnessgeräte. Und zwar aus Kostengründen.

Nun aber scheint die Stadt die ansässigen Unternehmen mit ins Boot geholt zu haben. Jedenfalls prangen auf den Erläuterungstafeln an den bisher aufgestellten Übungsstationen die Schriftzüge von der Verder-Gruppe, von Eduard Kronenberg und von Aperam – dieses Unternehmen hat als erstes sein Domizil im zweiten Bauabschnitt nahezu fertiggestellt. Anscheinend hat sich die Firma Amada - erste Ansiedlung im Technologiepark – nicht an dem Fitnessprojekt beteiligt.

Wem an der Nutzung der neuen Fitnessgeräte gelegen ist, der müsste aber auch dauerhaft für die Nutzbarkeit sorgen. Aktuell steht auf den  Wildwiesenflächen im Umkreis das Gras gut einen Meter hoch. Die wuchernden Wildkräuter verhindern aber auch seit vielen Jahren, dass jemand eine der beiden Beton-Liegen nutzen kann, abgesehen davon, dass eine Vielzahl von Hunden täglich die Flächen markiert.

Im Sommer 2013 wurde der Grünzug angelegt. 370 000 Euro waren 2012 als Finanzrahmen vorgesehen für eine Planung, die auch mehrere Fitnessgeräte vorsah. Die hatten die Politiker allerdings nicht genehmigt; die Ersparnis taxierte der damalige Bauhofleiter Claus Hippel auf 60.000 Euro.

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