Haanerin wird Soroptimisten-Chefin für ganz Deutschland

Aus Haan : Chefin der deutschen Soroptimisten

Renate Tewaag ist nun die Deutschland-Präsidentin einer der weltweit größten Service-Vereinigungen berufstätiger Frauen.

Die Haaner Radiologin kann auf eine fast 40-jährige Vergangenheit bei Soroptimist International Deutschland (SID) zurückblicken. Bereits im Jahre 1981 war sie Gründungsmitglied des Clubs in ihrer Wahlheimat Haan. Die gebürtige Hamburgerin weiß, was es bedeutet, Präsidentin zu sein. Denn innerhalb ihrer fast 40-jährigen Zugehörigkeit war sie bereits zweimal Präsidentin des Haaner Serviceclubs, von 1983 bis 1985 sowie von 2007 bis 2009, zuletzt war sie Programmdirektorin von SI Deutschland. Der Verbund in Haan hat mehr als 30 Mitglieder und ist einer von mehr als 200 deutschlandweit.  Damals war es der 39. Club, der sich gebildet hatte.  Seit vielen Jahren unterstützt der Haaner Ableger der internationalen Organisation von beruflich engagierten Frauen unter anderem den städtischen Flemingtreff mit Geld und Sachspenden. In Anerkennung an das Engagement von Soroptimist Club Haan in der eigenen Stadt hatte Bürgermeister Knut vom Bovert im Jahr 2011 dem Club die Ehrengabe der Stadt verliehen.

Für die nächsten zwei Jahre hat die promovierte Fachärztin nun das Amt der Präsidentin von Soroptimist International Deutschland (SID)  inne und hat sich für ihre Aufgabe ein eigenes Motto gesetzt. „befuturized – SID digital: Bildung. Nachhaltigkeit. Gewaltfreiheit“. Ihr Ziel ist es, die Organisation digital und zukunftsorientiert ausrichten: „Die Digitalisierung hat unser aller Leben bereits tiefgreifend verändert und wird das auch in Zukunft tun“, erklärt die Präsidentin. „Diese Herausforderung können wir nur gemeinschaftlich meistern – und daher unsere Kompetenzen mit denen der jungen Frauen und Mädchen zusammenbringen.“ Tewaag versteht sich daher als „Vermittlerin zwischen Generationen“.

Während ihrer Amtszeit will sich die Haanerin auch für die Gleichstellung der Frau, was seit jeher auch das Kernthema von Soroptimist Deutschland sei, stark machen.  „Frauen haben grundsätzlich breit gefächerte Chancen und Möglichkeiten, sich auf allen Ebenen der Gesellschaft einzubringen“, bekräftigt die neue Präsidentin. Es gehe aber darum, diese Optionen wahrzunehmen. „Manche Frauen scheuen immer noch die Verantwortung, den Einsatz und die Auseinandersetzungen im beruflichen Umfeld“, erläutert Tewaag. „Wenn wir selbstbewusster auftreten und uns besser vernetzen, können wir alles erreichen.“