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Haaner Grundschulen: Corona-Krise schweißt zusammen

Neustart an den Grundschulen : Haaner Grundschulen: Die Krise schweißt zusammen

Vier, drei, zwei, eins – in dieser Jahrgangs-Reihenfolge kehren die Haaner Grundschüler in die Schulen zurück. Die ersten zwei Tage für die vierten Klassen haben allen Mut gemacht.

Die ersten waren schon deutlich vor 8 Uhr da und stellten sich brav auf eine der Markierungen, die auf den Schulhof geklebt und gesprüht worden waren. Abstand halten – das Gebot der Stunde hat zumindest bei den  Viertklässlern der Don-Bosco-Schule in Haan an deren ersten Schultag nach der coronabedingten Schließung reibungslos funktioniert. Rektorin Annegret Buchardt weiß ähnliches aber auch von den anderen Grundschulen im Stadtgebiet zu berichten, für deren Gemeinschaft sie als Sprecherin fungiert.  Sie sagt: „Ich kann allen Beteiligten bislang nur ein großes Lob aussprechen. Das hat wirklich gut geklappt.“

Der Schulhof der Don-Bosco-Schule ist momentan in drei Bereiche unterteilt: Das hat einerseits mit den verschiedenen Zonen zu tun, in denen die Eltern ihre Kinder nach dem Unterricht wieder in Empfang nehmen sollen, andererseits aber auch mit gerechter Verteilung der Spielmöglichkeiten.

„Die Gruppen wechseln“, betont Buchardt, „sodass an einem Tag gerutscht werden kann, am anderen auf dem Klettergerüst gespielt und so weiter. Jeder kommt immer mal wieder dran.“

Vier, drei, zwei, eins – mit dieser Art Jahrgangs-Countdown wollen die Grundschulen in der Gartenstadt sicherstellen, dass sie bis zum Start der Erstklässler in der kommenden Woche auch letzte  Reibungspunkte, die bei der Rückkehr der Größeren auffallen, noch beseitigen können. „Die Kinder leiden unter der aktuellen Situation schon genug, da wollen wir ihnen die Rückkehr in die Schule so leicht und angenehm wie nur möglich machen“, verspricht Annegret Buchardt. So ließ sich die Don-Bosco-Schule im Fall einer Lehrerin, die ihre Klasse vorerst nicht weiter unterrichten kann, etwas Besonderes einfallen. „Die Klasse hat ihre erste Unterrichtsstunde in der Turnhalle bekommen, wo wir besonders große Abstände garantieren konnten.“ Auf diese Weise sei es auch möglich gewesen, dass die Lehrerin sich ihrer Klasse wenigstens zeigen und ihre Schüler begrüßen konnte. „Das Lehrer wechseln zu müssen ist gerade für die kleineren nur schwer nachzuvollziehen“, weiß die Rektorin, gleichwohl sei es bei älteren oder gesundheitlich vorbelasteten Lehrkräften unvermeidlich.

Auch in diesem Zusammenhang freut sich Annegret Buchardt ebenso wie ihre Kolleginnen und Kollegen von den anderen Schulen über die gute Kommunikation, die zwischen den einzelnen Einrichtungen, aber auch mit der Stadtverwaltung entstanden sei. „Am vergangenen Montag hatten wir eine große Runde unter anderem auch mit der Schulamts-Leiterin, bei der wir alle organisatorischen Details besprochen haben“, erzählt Buchardt. Dort sei auch das Startsystem von der vierten herunter auf die erste Klasse vereinbart worden. Es herrsche Vergleichbarkeit innerhalb des Stadtgebiets.

 Gerade bei den Erstklässlern sei der Wunsch nach Körperkontakt natürlich noch besonders groß. Ihnen begreiflich zu machen, dass dies in Corona-Zeiten leider nicht mehr so möglich sei, wie gewohnt, werde für die Lehrer denn auch wohl die größte Aufgabe sein. Dennoch verspricht Buchardt: „Wir sind auch auf die Kleinsten gut vorbereitet.“