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Haan will Lichtökologie im Stadtgebiet

Antrag für Haaner Umweltausschuss : Beleuchtung soll ökologischer werden

Licht in der Nacht ist gefährlich für Insekten, die die Natur braucht. Bis zum Mai soll die Stadtverwaltung Richtlinien für Beleuchtung in der Stadt entwickeln, beantragen fünf Ratsfraktionen.

So richtig dunkel wird es im Haaner Stadtgebiet nirgendwo. Überall gibt es Licht von Straßenlaternen, Hausbeleuchtung oder Streulicht von anderen Städten. Doch das künstliche Licht hat auch seine Schattenseiten: Nachtaktive Insekten umschwirren die für sie anziehenden Lichter und finden dabei oft ihren Tod.

Wer aber die ökologischen Funktionen von Insekten kennt, weiß: Ohne sie gäbe es keine Bestäubung der meisten Blütenpflanzen, ohne sie würde vielen Vögeln und anderen Tierarten die Nahrungsgrundlage fehlen. Das Problem haben also nicht nur die Insekten, die gesamte Artenvielfalt vor allem in naturnahen Stadtgebieten droht durch den Wegfall dieser Tiergruppe zu verarmen.

In einem gemeinsam Antrag fordern jetzt die Fraktionen von GAL, SPD, WLH, FDP und CDU Lichtökologische Richtlinien für die Gartenstadt Haan. Die Verwaltung soll bis zur Sitzung des Umweltausschusses am 20. Mai ein Konzept vorbereiten. Richtlinien sollen regeln, welche Vorgaben im Rahmen von zukünftigen Bebauungen enzuhalten sind und welche neuen Maßstäbe für bereits vorhandene Außenbeleuchtung gelten sollen.

„Ziel sollten dabei nicht nur zukünftige Bebauungen sein, sondern auch aktuell feststellbare hohe Lichtverschmutzungen zu reduzieren, zum Beispiel im Technologiepark und in nicht nachhaltig ausgeleuchteten Straßen“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden in der Begründung zum gemeinsamen Antrag. Und: „Eine funktionale Beleuchtung spart Energie und schützt Insekten. Mit der Richtlinie soll Gewerbetreibenden und privaten Eigentümern ein Leitfaden für einen ökologischen Umgang mit Beleuchtung zur Verfügung stehen, aber auch gezielt steuernd eingegriffen werden. Ein Plus für die Gartenstadt.“

(-dts)