Haan Wettbüro soll ohne Betriebserlaubnis sein

Haan: Ordnungsamt und WLH-Chefin streiten über Wettbüro

Der Diebstahl einer Geldkassette aus einem Wettbüro an der Bahnhofstraße hat ein Nachspiel. Das Ordnungsamt geht den Fakten aus dem Polizeibericht nach, die dem RP-Artikel zu Grunde lagen. Mittwochmorgen hatte Meike Lukat, Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) – im Hauptberuf ist die Kriminalbeamtin mit dem Bereich Spielhallen/Glücksspiel befasst – Bürgermeisterin Bettina Warnecke aufgefordert, „hier konsequent gegen die Wettannahmestellen ohne behördliche Erlaubnis auf dem Haaner Stadtgebiet“ vorzugehen.

Ordnungsamtsleiter Michael Rennert antwortete darauf, das Wettbüro (es wird auf Basis eines Erlasses aus dem Innenministerium geduldet), beide Bistros und alle Spielhallen seien Mitte August geprüft worden. „Festgestellte Mängel in den Spielhallen wurden inzwischen abgestellt. In der Wettannahmestelle befand sich kein Geldspielgerät, in den beiden Bistros keine Wettvermittlung. Beide Bistros sind konzessioniert und dürfen jeweils bis zu drei Geldspielgeräte vorhalten. In der Wettannahmestelle und den beiden Bistros waren insgesamt vier Aufsichtspersonen anwesend“, erklärte Rennert.

Wenn die Politik die von der Verwaltung vorgeschlagene Personalverstärkung bewillige, solle es „häufigere und gezielte Kontrollen des vorgenannten Gewerbes“ geben. Meike Lukat ergänzte, einen derartigen Glücksspielbetrieb konsequent zu schließen sei sowohl für die Ordnungsbehörde als auch die Polizei, mittelfristig betrachtet, sehr personalsparend und wirke sich kriminalpräventiv aus. Das stärke auch das Sicherheitsgefühl der Bürger.

(-dts)